Vorsicht, tinte kann trügen: lunare und krebsrisiko!
Ein vermeintlich harmloser Tattoo-Trend birgt ernsthafte Risiken: Immer mehr Menschen, besonders junge Leute, suchen den Weg in Studios, doch die Konsequenzen eines falsch platzierten Tattoos können verheerend sein. Ein TikTok-Video einer Tänzerin namens Mayve hat die Diskussion neu entfacht und viele vor einem fatalen Fehler gewarnt.

Lunare niemals überdecken – ein warnruf aus der praxis
Mayve, eine erfahrene Tätowiererin, erklärt in ihrem Video eindrücklich, warum das Tätowieren von Lunaren eine absolute No-Go ist. „Das ist wirklich keine gute Idee“, betont sie. Der Grund: Lunare können sich unter der Tinte verändern und im schlimmsten Fall bösartig werden. Die Warnung ist klar: Lunare sollten niemals überdeckt werden – das Risiko ist schlichtweg zu hoch.
Doch was tun, wenn ein Kunde einen Lunar in dem Bereich haben möchte, der tätowiert werden soll? Mayve gibt einen pragmatischen Rat: „Man müsste eine Linie ziehen, einen Abstand lassen und dann weitermachen.“ Weiterhin empfiehlt sie, die Größe des Lunars regelmäßig zu messen, um Veränderungen feststellen zu können. Eine einfache, aber möglicherweise lebensrettende Maßnahme.
Experten bestätigen die Gefahr: Dr. Dídac Barco, Spezialist für Hauterkrankungen wie Akne, Narben und Keloid, unterstreicht auf seiner Webseite die potenziellen Risiken noch einmal. Die Diagnose eines Melanoms, der gefährlichsten Form von Hautkrebs, erfolgt meist durch eine detaillierte Untersuchung mit einer speziellen Lupe (Dermatroskopie) oder durch eine Biopsie. Auch wenn das Tätowieren über einem Lunar nicht direkt zur Entstehung von Krebs führt, kann es die spätere Erkennung erheblich erschweren.
„Das Tätowieren über einem Lunar verändert ihn nicht in ein bösartiges Geschwür. Aber wenn ein Lunar degeneriert und durch die Tinte teilweise oder vollständig verdeckt wird, erschwert dies die rechtzeitige Erkennung von Veränderungen, die auf eine Krebsentstehung hindeuten könnten. Das führt zu einer verzögerten Diagnose und somit zu einer Verschlechterung der Prognose“, erklärt Dr. Barco. Die Konsequenz ist eindeutig: Vermeiden Sie es um jeden Preis, über Lunare zu tätowieren!
Die Botschaft ist klar: Wer sich tätowieren lassen möchte, sollte unbedingt seinen Arzt konsultieren und den Tätowierer darauf hinweisen, falls Lunare vorhanden sind. Nur so kann man sicherstellen, dass man sich nicht unnötig gesundheitlichen Risiken aussetzt. Denn die Schönheit eines Tattoos sollte niemals die Gesundheitgefährden.
Die Zahl der jährlichen Melanomfälle steigt stetig an – ein erschreckendes Zeichen. Es liegt in unserer Verantwortung, wachsam zu sein und unsere Haut zu schützen. Die Entscheidung für oder gegen ein Tattoo sollte daher wohlüberlegt sein – und das Wohlbefinden immer Vorrang haben.
