Völler kehrt zurück: wm-eröffnungsspiel und humanitäre geste in mexiko
Ein Gefühl von Heimkommen und tiefer Verbundenheit erfüllt Rudi Völler, wenn er am Donnerstag ins legendäre Aztekenstadion zurückkehrt. Doch die Reise zum WM-Eröffnungsspiel in Mexiko ist für den DFB-Sportdirektor weit mehr als nur eine nostalgische Rückkehr – sie ist verbunden mit einer bedeutenden humanitären Geste.

40 Jahre mexiko-hilfe: ein vermächtnis der verbundenheit
Gemeinsam mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Generalsekretär Holger Blask wird Völler 86.000 Euro an die vor 40 Jahren gegründete Mexiko-Hilfe des Deutschen Fußball-Bundes überreichen. Der Anlass: Völlers erste Weltmeisterschaft als Spieler im Jahr 1986, bei der er gemeinsam mit Egidius Braun ein Waisenhaus besuchte – ein Ereignis, das den Grundstein für die langjährige Unterstützung legte. Die Tragödie des verlorenen WM-Finales gegen Argentinien (2:3) verblasst angesichts dieser humanitären Verantwortung.
„Es ist eine Herzensangelegenheit, zurückzukehren und diese wichtige Arbeit fortzusetzen“, erklärte Völler vor seiner Abreise aus Winston-Salem. Die Delegation wird vor Ort zwei Einrichtungen besuchen und Schecks aus der Nationalmannschaftsstiftung des DFB überreichen, die Bildungsprojekte in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Queretaro unterstützt. Über 10.000 bedürftige Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Jahrzehnten von dieser Hilfe profitiert – ein beeindruckendes Zeugnis des Engagements des DFB.
Die DFB-Stiftung Egidius Braun, benannt nach dem 2022 verstorbenen Delegationsleiter und späteren Verbandspräsidenten, setzt diese wichtige Arbeit fort. Braun, der 1986 selbst eine zentrale Rolle spielte, hinterließ ein bleibendes Erbe des sozialen Engagements. Das Aztekenstadion mag für Völler einen besonderen sentimentalen Wert haben – „das schönste Stadion der Welt“, wie er es nannte – doch die Reise nach Mexiko bedeutet vor allem eines: die Verpflichtung, Verantwortung zu übernehmen und benachteiligten Menschen zu helfen.
Während Deutschland 1986 im Finale verlor, steht die WM 2026 im Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts. Die Rückkehr in das Aztekenstadion ist für Völler nicht nur eine sportliche, sondern auch eine menschliche Begegnung mit einer Geschichte, die weit über den Fußball hinausgeht. Denn wahre Größe zeigt sich nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Engagement für eine bessere Welt.
