Vogt fällt drei wochen aus – st. gallens torjäger fehlt im titelkampf
Ein Innenbandriss stoppt Alessandro Vogt genau jetzt, wo St. Gallen mit dem FC Sion und dem FC Lugano zwei Endspiele um die Meisterschaft hat. Drei Wochen Pause, drei entscheidende Spiele verpasst, vielleicht die gesamte Saison.
Der treffer gegen basel war teuer
Der Stürmer zog sich die Verletzung beim Zweikampf mit Basel-Verteidiger Ricardo van der Hoorn in der 24. Minute zu. Er spielte weiter, schoss in der 67. Minute das 2:1, jubelte – und konnte danach kaum noch laufen. Die Diagnose am Montag: Innenbandriss im linken Knie. Die Folge: kein Training, kein Tor, keine Länderspielpremiere gegen Österreich und Spanien.
Die Zahlen zeigen, wie sehr der FC St. Gallen auf ihn angewiesen ist. 14 Tore in 28 Partien, 11 Vorlagen, 78 Prozent seiner Einsätze über 90 Minuten. Ohne ihn kassierte der Tabellenführer in den letzten beiden Spielen fünf Gegentore.

Hoffenheim wartet, st. gallen zittert
Nur wenige Stunden vor der Verletzung hatte Vogt seinen Sommer-Wechsel zur TSG Hoffenheim bestätigt. Auf Instagram versprach er, „bis zum letzten Tag alles zu geben“. Nun sitzt er in der Kabine, das Knie in einer blau-weißen Schiene, und kann nur noch mental mithelfen. Trainer Peter Zeidler muss umstellen: Emmanuel Latte Lath rückt in die Spitze, Jérémy Guillemenot bekommt zusätzliche Last. Die Frage ist nicht mehr, ob St. Gallen die Meisterschaft holt, sondern: schafft es das Team überhaupt, die Lücke zu schließen?
Die Antwort kommt am Sonntag in Sion. Ohne Vogt, aber mit dem Wissen, dass ein Titel ohne ihn weniger schmeckt.
