Vladimir jovanovic landet in weißenfels – mbc jagt die nächste hoffnung
Weißenfels – wieder ein neuer Name auf der Bank, wieder ein neues Gesicht im Training. Drei Monate nach der Rettung durch Milenko Bogicevic präsentiert der Syntainics MBC mit Vladimir Jovanovic bereits den achten Coach innerhalb von nur drei Jahren. Die Botschaft: Weiter so, nur schneller.
Der serbe kommt, der serbe geht – und keiner bleibt
Bogicevic war kein Einzelfall. Er kam, sah, siegte – und nutzte Weißenfels als Sprungbrett. Für Jovanovic (42) ist der Bundesliga-Abstiegskandidat nun selbst der Karriereschritt. „Ich verfolge Vladimirs Arbeit seit Jahren“, sagt Sportdirektor Silvano Poropat. „Diesmal haben wir die Freigabe bekommen.“
Jovanovic unterschreibt für ein Jahr bis 2027. Seine Vita: Co-Trainer der serbischen Nationalmannschaft, Chefcoach in Zielona Gora, Euroleague-Erfahrung bei Roter Stern Belgrad. Alles schön, alles bekannt. Doch die Frage bleibt: Hält er länger als die Vorgänger?

Die wölfe jagen sich selbst
Seit April 2023 jagte der Klub von Igor Jovovic über Ingo Freyer, Predrag Krunic, Janis Gailitis, Marco Ramondino, Poropat selbst und nun Bogicevic – ein Wechselkarussell, das selbst Basketball-Deutschland schwindelig macht. Die einen wurden gefeuert, die anderen flohen. Keine Kontinuität, kein Plan, nur Reaktion.
Jovanovic muss nun die Bruchstücke zusammensetzen. Die Saisonplanung läuft, die Kaderzusammensetzung steht noch. „Wir wollen nicht nur überleben, wir wollen Fuß fassen“, sagt Poropat. Die Fans wollen vor allem eins: Endlich Ruhe auf der Bank.
Die Uhr tickt. Der MBC hat keine Zeit für ein neues Experiment. Wenn Jovanovic im Herbst noch sitzt, ist das schon ein Erfolg.
