Vittoria puccini lässt rom erbeben – mit ihrer 19-jährigen tochter an der hand

Palazzo Barberini verwandelte sich für eine Nacht in einen Laufsteg der Gefühle. Vittoria Puccini, 44, schritt nicht allein über den roten Teppich – Elena, ihre fast erwachsene Tochter, hielt ihre Hand so fest, als wolle sie die Zeit anhalten. Blitzlichter explodierten, doch das eigentliche Feuerwerk entzündete sich in den sozialen Netzwerken: Mutter-Tochter-Duo, fast gleichgroß, fast gleichschön, ein Spiegelbild mit 25 Jahren Abstand.

Das geheimnis der orangenen bluse

Elena trug einen Top in Signalfarbe, dazu Schlagjeans – jugendlicher Protest gegen jeden Dresscode. Neben ihr wirkte Vittoria wie das kühle Gegenstück: dunkelblaues Jacquard, bis zum Kragen geschlossen, keine Haut, keine Rebellion. Doch der Kontrast täuschte. Hinter den Kulissen erzählte die Schauspielerin, wie sie mit 19 Jahren ihre Heimatstadt fluchtartig verließ, um der eigenen Mutter zu entkommen. Jetzt, da ihre Tochter dasselbe Alter erreicht, dreht sich das Rad zurück.

„Ich versuche, nicht meine Erwartungen an sie zu nageln“, sagte Puccini leise, während Make-up-Artists Lippenstift nachbohrten. „Ich will nur, dass sie sich aussucht, wer sie sein will – nicht, wer ich gedacht hätte, dass sie sein könnte.“ Das klingt nach Therapie-Broschüre, ist aber Alltag eines Promi-Elternteils, der die Kameras abhält, aber nicht die Projektionen.

Der mann, der nicht da war

Der mann, der nicht da war

Alessandro Preziosi, Elenas Vater, fehlte selbstverständlich. Die Beziehung der beiden endete 2010 mit gebrochenen Flashbirnen und Schweigeklauseln. Fabrizio Lucci, heute Puccinis Partner, fotografierte stattdessen anonym Gäste – ein Insiderwitz: Der Paparazzo drehte den Spieß um und machte die Fotografen selbst zu Motiven. Unter den 400 Gästen kursierte ein Gerücht: Elena werde nächstes Jahr ein Gap-Year in Berlin machen, weit weg von Rom und der italienischen Boulevardpresse. Keiner wagte zu fragen, ob Mama mitkommt.

Die Modenschau selbst – ein Alt/Winter-2026/27-Preview – verblasste. Was blieb, war ein Video auf Instagram: 3,2 Millionen Views in vier Stunden, 24.000 Kommentare, meist Herz-Emojis und eine Frage, die sich wiederholt: „Wer von beiden ist die Mutter?“ Das Algorithmus-Gehirn kennt kein Alter mehr, nur noch Filter.

Am Ende der Nacht schlenderten die beiden über die Piazza, ein Taxi wartete. Elena zog ihre Füße aus den High Heels, lief barfuß über Pflaster, das seit 400 Jahren Geschichten schluckt. Vittoria folgte, die Schuhe in der Hand. Für zehn Sekunden waren sie unsichtbar, keine Kameras, keine Marke, nur zwei Frauen, die dasselbe Gen teilen und trotzdem verschiedene Wege gehen werden. Der Stoff, aus dem Märchen sind – aber diesmal ohne Happy End, nur mit offenem Ausgang.