Vitinha packt aus: das milliarden-trio spielte nicht mit – psg musste erst auseinanderbrechen, um zu gewinnen
Es war das teuerste Schaukeltrio der Fußballgeschichte – und Vitinha lüftet nun das Tabu: Lionel Messi, Kylian Mbappé und Neymar haben Paris in der Champions League nicht nach vorn, sondern nach hinten gezogen. „Sie sind Außerirdische auf dem Platz, aber wenn drei sich weigern, mitzuverteidigen, wird es ein Albtraum“, sagt der Portugiese im Interview mit Canal 11. Die Botschaft: Das Triple-Projekt war von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
170,87 Kilometer – das neue psg läuft sich in die knie
Die Zahlen sind laut, die Kritik messerscharf. In den beiden Spielzeiten mit dem Galaktikern-Ensemble schied Paris zweimal im Achtelfinale aus. Erst nach der Trennung kehrte der Henkelpott zurück. Vitinha spricht von „Privileg“ und „Katastrophe“ in einem Atemzug. Der Mittelfeldstratege erklärt, warum Moderner Fußball keine Einzelkönner mehr duldet: „Selbst ein Abstiegskandidat schaltet um wie eine Maschine. Wenn du dann drei Jäger im Team hast, die nicht jagen, bist du geliefert.“
Der Kontrast zur neuen Truppe ist brutal. Flügelspieler wie Ousmane Dembélé sprinten bis in den eigenen Strafraum zurück, Gonçalo Ramos presst als Erster, João Neves legte 170,87 Kilometer in der Gruppenphase zurück – kein anderer Europäer rannte mehr. „Früher haben wir gehofft, dass ein Genie dribbelt. Heute wissen wir: Der Ball läuft nur, wenn alle Beine laufen“, so Vitinha.

Der mythos des „unglaublichen trios“ zerfällt
Was folgt, ist ein historisches Stück Selbstkritik. Vitinha bestätigt, was Insider jahrelang flüsterten: Die Superstars lebten in ihrer Blase, trainierten halb, strahlten aber Selbstverständlichkeit aus. „Wir haben ihnen die Bälle gegeben und gewartet. Heute verteidigen wir mit fünf Mann in der gegnerischen Hälfte – und das in der 92. Minute.“ Die Ironie: Die Galaktischen sollen künftig in TV-Dokus als vermeintliche Traumoffensive gefeiert werden, während Paris ohne sie das Finale erreicht.
Die Pariser Führung schweigt offiziell, doch im Trainingslager kursiert ein Bonmot von Trainer Luis Enrique: „Wir haben keine Stars mehr, wir haben Dienstleister.“ Vitinha unterschreibt mit Nachdruck. Sein Fazit ist ein Spiegel für ganze Klubs: „Talent reicht nicht, wenn der Gegner 11 Arbeiter aufstellt.“
Der Henkelpott ist zurück – und mit ihm die Erkenntnis: PSG musste erst auseinanderbrechen, um endlich zusammenwachsen zu können.
