Vini jr. im kreuzfeuer: neuer tiefpunkt in der champions league?
Madrid – Die Niederlage gegen Bayern München im Bernabéu schmerzt, doch die Kritik am brasilianischen Superstar Vinícius Júnior geht weit darüber hinaus. Nachdem er in der 87. Minute einen glasklaren Handoverspieler gegen Manuel Neuer vergeben hatte, als die Partie noch mit 0:2 bestanden schien, hallten Buhrufe aus den Rängen des Estadio Santiago Bernabéu wider. Nun schlagen die Wellen der Kritik auch aus den Niederlanden und von ehemaligen Größen des Real Madrid an.

Van der vaart schießt hart gegen den angreifer
Rafael van der Vaart, der ehemalige Spielmacher des weißen Balletts, ließ in der Sendung „Ziggo Sport“ kein gutes Wort auf Vinícius Jr. stehen. Seine Worte waren unmissverständlich: „Vinícius ist einfach nur schrecklich. Er stört mich bis ins kleinste Detail, wenn ich ihn sehe. Es ist wirklich traurig, denn er ist ein fantastischer Fußballer.“
Van der Vaart prangerte vor allem die Schauspielerei des Brasilianers an. „Er lässt sich bei jedem kleinen Stoß fallen, in der Erwartung, einen Elfmeter zu erlangen. Anschließend steht er wieder auf, als wäre nichts gewesen. Genau das finde ich so bedauerlich an ihm.“ Diese Beobachtung unterstreicht die wachsende Frustration über das Verhalten des jungen Stürmers, das viele Fans und Experten gleichermaßen verärgert.
Die Reaktion aus den Niederlanden ist dabei nicht die einzige Enttäuschung. Auch in spanischen Medien wird über die fehlende Konstanz und die Tendenz zu theatralischem Verhalten diskutiert. Der Druck auf Vinícius Jr. wächst, und es bleibt abzuwarten, wie er damit umgehen wird. Die Erwartungen an ihn sind immens, und die Kritik, so hart sie auch sein mag, zeigt, dass seine Leistungen nicht immer den Ansprüchen des champions league-Siegers gerecht werden.
Die Szene im Bernabéu, der vergebene Handoverspieler, die Buhrufe – all das sind Symptome einer Situation, in der der junge Star mit enormem Druck zu kämpfen hat. Ob er in der Lage sein wird, diesen Druck zu überwinden und sein volles Potenzial auszuschöpfen, wird die kommende Saison zeigen. Denn eines ist klar: Der Ruf nach mehr Disziplin und weniger Theatralik wird immer lauter.
