Vingegaard dominiert: giro d'italia steht vor einem klaren abschluss

Cari, Schweiz – Jonas Vingegaard hat bei der 16. Etappe des Giro d'Italia eine Machtdemonstration gezeigt und seine Führung im Gesamtklassement weiter ausgebaut. Der Däne vom Team Visma-Lease a Bike scheint auf dem Weg zum Sieg zu sein und lässt die Konkurrenz hinter sich.

Ein überlegenes rennen in den schweizer alpen

Die Etappe, die mit nur 113 Kilometern relativ kurz war, führte die Fahrer hoch hinaus – auf 1644 Meter über dem Meeresspiegel. Vingegaard nutzte die anspruchsvolle Bergankunft in Cari optimal aus, um seine Stärken zu zeigen und den vierten Etappensieg seiner Karriere einzufahren. Er verteidigte dabei souverän das Rosa Trikot, das er am Samstag errungen hatte. Die Führung in der Gesamtwertung beträgt nun komfortable 4:03 Minuten vor Felix Gall aus Österreich (Decathlon CMA CGM), der als Zweiter ins Ziel kam.

Jai Hindley (Red Bull-Bora-hansgrohe) komplettierte das Podium in Cari. Vingegaard demonstrierte eindrucksvoll seine Klasse, nachdem er bereits am Samstag mit seinem dritten Etappensieg die Kontrolle über die Rundfahrt übernommen hatte. Sollte er seine Form bis zum Ende halten, könnte er der neunte Radprofi werden, der alle drei großen Landesrundfahrten – Tour de France, Giro d'Italia und Vuelta a España – mindestens einmal gewonnen hat.

Ein abschied des deutschen sprinters

Ein abschied des deutschen sprinters

Ein Schatten fiel auf den Tag, als bekannt wurde, dass der deutsche Sprinter Pascal Ackermann (Team UAE Emirates) den Etappenstart in Bellinzona verpasste. Der dreifache Giro-Etappensieger, der in diesem Jahr lediglich zwei siebte Plätze belegte, musste aufgrund eines Magen-Darm-Infekts aufgeben. Ein Verlust für die Rundfahrt, der jedoch die Unberechenbarkeit des Sports verdeutlicht.

Was die zukunft bringt: dolomiten und finale in rom

Was die zukunft bringt: dolomiten und finale in rom

Die nächste Etappe am Mittwoch führt die Fahrer über 202 Kilometer durch das Hinterland des Gardasees, mit einem kleinen Schlussanstieg nach Andalo. Diese Strecke bietet zwar eine Chance für Ausreißer, doch die schweren Dolomiten-Etappen in den kommenden Tagen werden entscheidend sein. Dort könnte sich die Gesamtsituation noch einmal dramatisch verändern. Die Entscheidung über den Gesamtsieger fällt dann am kommenden Sonntag in Rom. Vingegaard scheint jedoch unaufhaltsam auf dem Weg zu seinem Triumph.

Die Zahl, die spricht: 4:03 Minuten – der Vorsprung, mit dem Vingegaard nun vor Gall liegt. Ein Zeichen der Dominanz.