Vingegaard: "besser als je zuvor!" – der däne dominiert den giro und schielt auf die tour
Jonas Vingegaard hat im italienischen Hochgebirge seine Gegner im Giro d'Italia erneut in die Schranken verwiesen und dabei eine überraschende Aussage getroffen: Er fühle sich nicht nur wieder auf dem alten Niveau, sondern sei möglicherweise sogar stärker als je zuvor. Nach seinem souveränen Sieg auf der 16. Etappe scheint der zweimalige Tour-de-France-Champion bereit für eine weitere Dominanz.
Die narben der baskenland-rundfahrt: ein zweijähriger kampf
Der Weg zurück an die Spitze war für Vingegaard alles andere als einfach. Der verheerende Sturz bei der Itzulia Baskenland 2024, bei dem er sich neben einem Schlüsselbein- und mehreren Rippenbrüchen auch einen Pneumothorax und eine Lungenprellung zuzog, warf ihn weit zurück. "Ich glaube, der Unfall hat mich viel weiter zurückgeworfen, als ich ursprünglich dachte," gestand der Däne. Die Folgen begleiteten ihn auch noch im Frühjahr 2025, als er sich bei Paris-Nizza eine Gehirnerschütterung zuzog. Es kostete ihn fast zwei Jahre, um wieder zu seinem Leistungsniveau zurückzufinden.
Doch jetzt scheint die Geduld belohnt zu werden. Vingegaard strahlt Selbstvertrauen aus und spricht von einer Rückkehr auf das höchste Niveau. "Ich bin einfach glücklich, dass ich jetzt zurück bin, vielleicht sogar besser als jemals zuvor," erklärte er nach seinem Etappensieg.

Ein plan für die tour: gewicht und entwicklung
Der Giro dient Vingegaard nicht nur als Plattform für weitere Erfolge, sondern auch als Vorbereitung für das prestigeträchtige Duell mit Tadej Pogacar bei der Tour de France. Er hat aus der Vergangenheit gelernt, als er bei der Tour und der Vuelta a España gleichzeitig startete und dadurch an Gewicht zulegte. "Das möchte ich dieses Mal vermeiden," betonte er. Der Plan ist klar: Weiterentwicklung während des Giros, gefolgt von einem weiteren Leistungsschub im Blick auf die Tour.

Teamgeist und die hoffnung auf piganzoli
Neben dem eigenen Erfolg legt Vingegaard auch Wert auf den Erfolg seines Teams. Besonders die Entwicklung von Davide Piganzoli, einem 23-jährigen Nachwuchstalent, bereitet ihm Freude. "Ich fände es toll, wenn Davide das Weiße Trikot gewinnt. Er ist ein extrem guter Teamkollege und würde absolut alles für mich tun," lobte Vingegaard seinen jungen Teamkollegen. Piganzoli liegt zwar noch hinter dem Portugiesen Afonso Eulálio in der Nachwuchswertung, aber Vingegaard glaubt an sein Potenzial und möchte ihm dabei helfen, das Trikot zu erobern.
Die Frage ist: Kann Vingegaard seine Dominanz im Giro fortsetzen und den Grundstein für einen weiteren Triumph bei der Tour de France legen? Die Antwort wird uns in den kommenden Wochen zeigen.
