Villalibre entscheidet derby – leganés bangt!
Ein Last-Minute-Elfmeter von Asier Villalibre hat Racing Santander am Samstag im brenzligen Auswärtsspiel gegen Leganés zum Sieg geführt. Der eingewechselte Stürmer bewies einmal mehr seine Nervenstärke und katapultierte sein Team einen entscheidenden Schritt näher an die Rückkehr in die erste Liga.
Kontroverse entscheidung im finish
Die Partie schien bereits auf ein Unentschieden hinauszulaufen, als Villalibre in der Nachspielzeit nach einem umstrittenen Foul einen Elfmeter heraushandelte. Zunächst hatte die Schiedsrichterin Marta Huerta ein Abseits festgestellt, doch die Situation wurde durch den VAR überprüft. Die Wiederholung zeigte, dass Villalibre in dem Moment, als er den Ball spielte, keine Abseitsstellung einnahm. „Als ich den Laufstart hatte und gesehen habe, dass nicht gepfiffen wird, habe ich gemerkt, dass es kein Abseits war“, so Villalibre nach dem Spiel.
Der Elfmeter, den er selbst sicher verwandelte, war der Siegtreffer für Santander. „Ein dummer Elfmeter, aber eben ein Elfmeter“, kommentierte „El Bufalo“ seine Situation. Der Angreifer, der nach einer zweimonatigen Verletzungspause in die Mannschaft zurückgekehrt ist, hat in dieser Saison bereits 15 Treffer erzielt und ist damit zweitbester Torschütze seines Teams hinter Andrés Martín.
Villalibre betonte die Bedeutung des Mannschaftsgeistes und der Rollenverteilung innerhalb des Teams. „Wir wollen alle mehr spielen, aber in dieser entscheidenden Phase der Saison wissen wir, was Sache ist und welche Aufgaben jeder hat. Jeder Fußballer möchte im Aufgebot stehen, das ist klar. Aber wenn ich als Joker gefragt bin, gebe ich alles und stehe dem Team zur Seite, wenn es mich braucht.“

Der aufstiegskampf geht weiter
Santander hat nun die Chance, am Samstag den Aufstieg bereits vorzeitig zu sichern, wenn sie ihr Heimspiel gewinnen und Almería parallel scheitert. Sollte dies nicht gelingen, könnte die Entscheidung bereits am Sonntag fallen, wenn Deportivo La Coruña gegen Andorra nicht gewinnt. Villalibre äußerte sich zurückhaltend zu den Aufstiegsmöglichkeiten: „Ich rede ungern über solche Dinge, bevor wir etwas erreicht haben. Ich möchte zuerst die drei Punkte zu Hause holen und den Sieg feiern. Und was dann kommt, wird sich zeigen.“
Die Erinnerungen an frühere Erfolge, wie den Gewinn der Supercopa mit Alavés oder den Aufstieg mit Athletic Bilbao, scheinen Villalibre zu beflügeln. „Natürlich. Ich habe immer gesagt, dass die Trompete für Feierlichkeiten ist, aber es gibt noch nichts zu feiern“, schloss er mit einem Augenzwinkern ab. Die Spannung im Aufstiegsrennen ist spürbar, und die Leistung von Villalibre wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Ein Spieler, der auch in schwierigen Situationen den Unterschied macht - und der Leganés derzeit schmerzlich lehrte.
