Villa d’este 2026: bmw feiert 40 jahre m3 e30 – und holt die alpina-armada an den comer see
Die 21. Auflage des Concorso d’Eleganza Villa d’Este wird zur Zeitmaschine: Vom 15. bis 17. Mai 2026 rollen rund 50 Kultautos auf das Gelände von Villa Erba, doch der Blick gehört BMW. Die Münchner schicken nicht nur ihre M3-E30-Flotte ins Rennen um die Trophäen, sie lassen erstmals die frisch übernommene BMW Alpina-Division auflaufen – und servieren zwei Weltpremieren obendrauf.
Die e30 m3 bekommt ihre eigene galerie im park
Wer die legendären DTM-Heckschleudern noch live erleben will, findet sie zwischen den Oleander-Büschen. Neben den Werks-M3 stehen die damaligen Gegner: Alfa 75, Mercedes 190 E 2.3-16, Ford Sierra RS500. Johnny Cecotto, Emanuele Pirro und Roberto Ravaglia schwingen sich selbst ins Fahrerlager, um im „Fan-Talk“ zu erklären, warum die E30-Generation damals selbst Senna auf dem Nürburgring nervös machte.
Die Achtklassen-Typologie spannt den Bogen von 1920er-Bugatti bis zur Hybrid-Hypercar-Zukunft. Doch BMW nutzt das Setting, um drei Jubiläen zu zelebrieren: 40 Jahre M3, 50 Jahre Serie 6 (635 CSI) und 60 Jahre Neue-Klasse-Cabriolet (2002 Bauer). Jede Karosse bekommt eine eigene Lichtinszenierung, damit die Chrom-Linien im Comer-Sonne-Schatten-Spiel nicht untergehen.

Bmw alpina wagt das erste öffentliche aufklatschen der champagner-korken
Seit Januar 2026 gehört die Traditions-Manufaktur vollständig zur BMW Group. In Cernobbio präsentiert Armando Bavaro, Leiter der neuen Alpina-Sparte, ein unverbrauchtes Luxus-Flaggschiff – Details hüllt man noch in Mangfall-Nebel, doch Insider sprechen von einem 800-PS-Hybriden mit Hand-politur bis in die letzte Lüftungsblende. „Diskreter Luxus, begrenzte Stückzahl, flüssige Performance“, lautet das Credo, das Massimiliano Di Silvestre, CEO BMW Italia, immer wieder betont. Die Botschaft: Alpina bleibt Alpina, nur mit Münchener Rückendeckung.
Die Veranstalter rechnen mit 15.000 Besuchern am Public Day. Neben den vier Rädern rollt BMW Motorrad ein futuristisches E-Concept vor, das angeblich die Reichweite einer 1250 GS mit dem Drehmoment eines Elektrorollers vereint. Parallel versteigert Broad Arrow über 70 Fahrzeuge – darunter eine Ferrari F40 mit nur 1.900 km auf der Uhr und eine 1928er Bugatti Type 35, die angeblich schon in Monaco ein Rennen gewann, bevor der Fürst dort geboren wurde.
Die trophäen sind aus weißgold – und ein chronograph kostet mehr als ein reihenhaus
Am Sonntagabend kürt die Jury den „Best of Show“. Der Gewinner erhält eine A. Lange & Söhne 1815 Chronograph aus 18-karätigem Weißgold, Zifferblatt aus massivem Rotgold, Rückseite mit dem Villa-d’Este-Wappen – handgraviert, nummeriert, unbezahlbar. Die weiteren Preise: „Coppa d’Oro“ per Publikum, „Trofeo del Presidente“ per Helmut Kaes. 2029 feiert der Concorso sein 100-jähriges Jubiläum; Davide Bertilaccio, CEO Villa d’Este, kündigt schon jetzt „eine Überraschung“ an. Wer jetzt noch ein Zimmer im Grand Hotel bucht, zahlt pro Nacht 3.200 Euro – inklusive Blick auf den See und den Duft von 100 Jahre altem Benzindampf.
Die Bilanz nach drei Tagen: BMW hat die Nostalgie-Welle perfekt gesurft, Alpina erhält den glamourösen Startschuss, und der Comer See wird zur Kulisse für ein Automobil-Spektakel, das selbst Google-Maps vor Neid erblasst. Wer nicht dabei war, kann die E30-M3-Motoren nur noch auf YouTube hören – und das klingt nie so scharf wie zwischen Oleander und Zypressen.
