Viktoria köln verspielt führung – schiedsrichter-entscheidungen unter kritik
Enttäuschendes unentschieden für viktoria köln
Am Freitagabend konnte Viktoria Köln einen komfortablen 2:0-Vorsprung gegen Erzgebirge Aue nicht verteidigen. Das Spiel endete mit einem leistungsgerechten 2:2-Unentschieden im Sportpark Höhenberg. Trotz einer starken Leistung über weite Strecken, ließen die Kölner die Punkte fahrlässig liegen.

Starke erste halbzeit, schwächephase nach der pause
Die erste Halbzeit gehörte klar den Gastgebern. Ein Treffer von Benjamin Zank bescherte Viktoria eine verdiente Führung zur Pause. Trainer Marian Wilhelm lobte die Leistung seines Teams, forderte aber mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst weiter wie erwartet zu laufen, als ein Eigentor von Tristan Zobel auf 2:0 erhöhte.

Strittige schiedsrichter-entscheidungen
Der Anschlusstreffer der Gäste leitete eine umstrittene Phase ein. In der 79. Minute wurde ein klarer Elfmeter für Viktoria nicht gegeben, als Leonhard Münst im Strafraum gefoult wurde. Auch ein späterer Freistoß, der zum Ausgleich führte, wurde von Wilhelm kritisch hinterfragt. „Ich sehe Leo Münz als Erstes am Ball. Für mich ist das ein klarer Elfmeter und das andere kein Freistoß“, so der Trainer.
Münst fordert elfmeter, wilhelm äußert sich kritisch
Leonhard Münst äußerte sich nach dem Spiel ebenfalls zu der strittigen Szene: „Das ist ganz klar Elfmeter. Zank ist zuerst am Ball.“ Trainer Marian Wilhelm ergänzte, dass die Entscheidungen des Schiedsrichters Martin Wilke maßgeblich zum Punktverlust beigetragen hätten. Er gab zu, dass es schwerfällt, mit dem Ergebnis umzugehen, da das Team über einen langen Zeitraum sehr gut gespielt habe.
Trotzdem ein positives signal?
Trotz des enttäuschenden Ergebnisses sieht Wilhelm auch positive Aspekte. „Es fühlt sich jetzt in dem Moment sehr, sehr schwer an. Wir machen über weite Strecken ein richtig gutes Spiel. Und dann gibt es ein, zwei Momente, die das Spiel am Ende killen“, analysierte er. Münst sprach von „einem der besten Spiele dieser Saison“. Die gezeigte Leistung sollte für die kommenden Aufgaben Mut machen.
Nächster gegner: hoffenheim ii
Nächste Woche Sonntag (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) gastiert Viktoria bei der kriselnden Hoffenheimer Zweitvertretung. Es bleibt abzuwarten, ob das Team an die Leistung aus dem Spiel gegen Aue anknüpfen kann und wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg einfahren wird. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt weiterhin acht Punkte.
