Viktoria aschaffenburg: luz krempelt trend, klassenerhalt im blick!

Die Luft in Aschaffenburg ist erfüllt von neuer Hoffnung! Viktoria Aschaffenburg, lange Zeit abzuschreiben, klammert sich mit neuer Kraft an den Traum vom Verbleib in der Regionalliga Bayern. Der Winterneuzugang Felix Luz hat in den letzten Wochen eine bemerkenswerte Trendwende eingeleitet und die Mannschaft mit frischem Wind versorgt.

Die achse luz-magath stabilisiert die defensive

Die achse luz-magath stabilisiert die defensive

Die Zusammenarbeit zwischen Trainer Felix Luz und Sportvorstand Felix Magath scheint Früchte zu tragen. Luz, der seit seiner Ankunft eine konsequente Linie verfolgt, hat die körperliche Fitness der Mannschaft deutlich verbessert und verschiedene taktische Formationen einstudiert. Eine stabilere Defensive, vor allem durch die Rückkehr von Niklas Borger nach seiner Verletzungspause, gibt der Mannschaft nun ein solides Fundament. Eric Verstappen hat sich zudem als zuverlässiger Ersatz für Max Grün bewiesen.

Benjamin Baier, der Kapitän, befindet sich in Glanzform und ist der unumstrittene Anführer. Seine Treffsicherheit, auch wenn viele davon auf Elfmeter beruhen (sieben von neun Toren), ist für die Viktoria von unschätzbarem Wert. „Das ist genau der Weg, den wir gehen müssen“, bekräftigt Baier, der die Entschlossenheit des Teams widerspiegelt.

Allerdings bleibt die Tordifferenz ein erhebliches Problem. Mit Abstand die schlechteste der Top-Teams stellt dies eine deutliche Hypothek dar. Nino Cassaniti, mit seinen spielerischen und dribbelstarken Aktionen, belebt das Offensivspiel, doch gegen robuste Gegner wie Nürnberg scheinen die Aschaffenburger vor dem Tor zu hadern. Gegen so eine Mannschaft kriegst du nicht mehr als zwei oder drei Chancen, die muss man dann einfach nutzen“, so Baier nach dem knappen 1:2 gegen die Nürnberger.

Die Auswärtsserie, die seit Ende September andauert, belastet die Mannschaft zusätzlich. Elf Spiele ohne Sieg am Schönbusch zeugen von einer Heimschwäche, die den Druck erhöht. Die kommenden Auswärtsspiele gegen Eichstätt und Buchbach könnten jedoch eine willkommene Abwechslung sein, denn in den letzten drei Gastspielen konnten die Viktoria-Fans Grund zur Freude nehmen.

Felix Luz blickt dennoch optimistisch in die Zukunft. „Das sind für uns Endspiele und genau so werden wir die angehen.“ Die Leistung gegen Nürnberg, sowohl spielerisch als auch kämpferisch, hat ihm Zuversicht gegeben. Das Ziel ist klar: Im letzten Spiel gegen Bayern München noch alles aus eigener Kraft zu erreichen. Die Relegation wäre nach den schwierigen Monaten ein Erfolg, doch vorerst gilt es, die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu bezwingen.

Die Fans zeigen ihre Unterstützung. Nach Eichstätt wird erstmals seit langer Zeit wieder ein Fanbus mitreisen. Und Benjamin Baier fasst die Stimmung im Team zusammen: „Wir wollen alle drei Spiele gewinnen.“ Die Viktoria Aschaffenburg hat den Aufstiegskampf wieder in die eigene Hand genommen - ein Beweis für Charakter und unbändigen Willen.