Vfr mannheim will aalen knacken und die spitze der oberliga baden-württemberg übernehmen

Der VfR Mannheim spürt den Druck – und liebt ihn. Nach holprigen Wochen nach der Winterpause droht der Rückstand auf Tabellenführer VfR Aalen auf zwei Punkte zu schmelzen. Am Samstag kommt der Primus selbst in die Kurpfalz. Ein Sieg, und der Deutsche Meister von 1949 wäre wieder ganz oben.

Atik über die pleite von gmünd: „wir haben die szenen nicht sauber zu ende gespielt“

Die Zahlen sind klar: Drei Spiele, vier Punkte – zu wenig. Die 0:3-Heimniederlage gegen FC Nöttingen nagt noch immer, genauso wie das späte 1:1 gegen Normannia Gmünd. Hakan Atik, Sportdirektor und langjähriger Trainer, zieht ein ehrnes Fazit: „Beim Stand von 1:0 lassen wir drei Überzahl-Situationen liegen – und bekommen in der 90+5 den Ausgleich.“ Ein Eigentor, dezimierte Gäste, ein Punktverlust, der wehtut.

Doch Atik ist kein Jammerer. Er sieht die Trendwende. Beim 3:1 in Göppingen zeigte seine Mannschaft „eine gute Reaktion“. Und jetzt folgt der Gipfel. Aalen verlor das Derby gegen TSV Essingen 2:3 – die perfekte Vorlage für Mannheim.

Esswein, abele und der blick über den tellerrand

Esswein, abele und der blick über den tellerrand

Spieler-Co-Trainer Alexander Esswein hat als Profi gelernt, dass Spitzenspiele in der Oberliga keine kleinen Spiele sind. Trainer Marcel Abele arbeitet an einem Plan, der Aalens stabile Defensive knacken soll. „Wir wollen den Ton angeben“, sagt Atik. Dabei kreist schon längst alles um die Regionalliga. Scouting, Kaderplanung, Gespräche mit potenziellen Neuzugängen – alles läuft parallel.

Ein kleiner Umweg ist erlaubt: Das Finale im Badischen Pokal steht an. Gegner wird vermutlich der SV Waldhof – ein Stadtderby, das selbst in der Amateurebene die Emotionen hochkochen lässt. Zuvor aber gilt: Aalen besiegen, die Tabelle auf den Kopf stellen.

Elf Spieltage sind es noch. Der VfR Mannheim kann die Meisterschaft nicht mehr aus der Hand geben, aber er kann sie sich holen. „Wir wissen um unsere Stärke“, sagt Atik. Und die besteht darin, dass sie jetzt wieder nach vorn spielen – ohne Rückwärtsgang.