Vfl-frauen drehen leipzig-spur und schießen sich aufs pokalfinale ein

Drei Spiele ohne Sieg, ein früher Rückstand – und dann die Befreiung. Der VfL Wolfsburg hat RB Leipzig in einer wilden Schlussphase mit 3:2 niedergekämpft, Platz zwei ist so gut wie gelaufen und das RheinEnergieStadion am 14. Mai bereits im Blick.

Chmielinski trifft doppelt – doch leipzig kommt zu spät

Gina-Maria Chmielinski war es, die die Wolfsburgerinnen noch vor der ersten Viertelstunde erwischte. Ihr Schuss aus zwölf Metern rutschte durch die Beine von Keeperin Merle Frohms, das AOK-Stadion verstummte. Stephan Lerch schlug die Hände über dem Kopf zusammen, doch seine Spielerinnen blieben dran. Janina Minge glich nach 58 Minuten per Kopfball aus, Lena Lattwein erzielte innerhalb von 26 Minuten das 2:1 und 3:1. Chmielinskis zweiter Treffer in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik – Leipzig hatte bereits den Stecker gezogen.

Die Zahlen sprechen für den VfL: 23 Torschüsse, 63 Prozent Ballbesitz, ein Punktepolster von sieben Zählern auf Frankfurt. Die Hessen haben zwar ein Nachholspiel, aber selbst ein Sieg dort würde sie nicht mehr an den Wölfen vorbeibringen. Die Champions-League-Qualifikation ist gebucht, jetzt zählt nur noch das Double.

Köln legt bremen schon samstag lahm

Köln legt bremen schon samstag lahm

Während Wolfsburg noch feierte, erledigte der 1. FC Köln am Nachmittag seine Hausaufgaben. Vor 30.411 Zuschauern – Rekord für ein Frauen-Bundesligaspiel im RheinEnergieStadion – schoss Lydia Andrade die Kölnerinnen früh auf Kurs, Anna-Lena Stolze und Sandra Jessen sorgten für klare Verhältnisse. Das 3:0 gegen Werder Bremen war die perfekte Generalprobe für das Pokalfinale – und eine Warnung an Bayern München.

Denn dort wartet am 14. Mai keine Routine-Kopfnuss, sondern ein VfL, der sich gerade selbst wieder gefunden hat. Lerch wird seine Mittelfeldmaschine um Lattwein und Minge auf Höchsttouren trimmen, die Abwehr um Kathrin Hendrich hat Leipzig in der zweiten Hälfte nur noch zwei Torschüsse erlaubt. Die Mischung aus Druck und Souveränität, die in der Schlussphase aufkam, kann selbst der FC Bayern nur schwer neutralisieren.

Leipzig reist mit leeren Händen ab, Wolfsburg mit dem Gefühl, dass die Saison erst richtig beginnt. Der Pokal wartet im Kölner Stadion, die Wölfe haben ihn schon einmal gekannt – und wollen ihn wieder.