Vfb stuttgart: remis gegen bremen – champions league ambitionen gefährdet?
Stuttgart – Ein Unentschieden, das schmeckt wie eine Niederlage. Der VfB Stuttgart trennte sich am Samstag von Werder Bremen mit 1:1, und damit schrumpft der Vorsprung auf die begehrten Champions League Plätze. Die Stimmung im Neckarstadion war dementsprechend gedämpft, die Vorfreude auf das Spitzenspiel gegen Hoffenheim getrübt.
Anfangsprobleme und verpasste chancen
Ermedin Demirovic, der nach dem Spiel bei DAZN sprach, verdeutlichte die Probleme: „Wir verpennen die Anfangsphase, vielleicht sogar die ersten 20 bis 30 Minuten.“ Obwohl der VfB die Kontrolle über das Spiel hatte, wirkte das Spiel viel zu behäbig. Ein langsomes Passspiel ermöglichte es Bremen, in Führung zu gehen – ein früher Rückschlag, der schwer zu verdauen war. „Wir hatten die Kontrolle, spielten aber zu langsam – und dann passiert es, dass du so ein unnötiges Gegentor kassierst“, so Demirovic.
Trainer Sebastian Hoeneß betonte ebenfalls die fehlende Handlungsschnelligkeit und die vermeidbaren Ballverluste. „Uns hat es gefehlt, in Führung zu gehen, weil wir nicht gut verteidigt haben und zu viele Ballverluste hatten.“ Doch die Mannschaft zeigte kämpferischen Geist und drängte nach dem Ausgleich auf den Sieg, vergebens.

Bitterer var-pfiff
Ein besonders ärgerlicher Moment für den VfB war die Szene kurz vor dem 0:1, bei der der Bremer Karim Coulibaly Luca Jaquez im Strafraum am Trikot zog. Der Schweizer ging zu Boden, der Ball wäre auch in diesem Bereich gelandet. Hoeneß kochte: „Ein klarer Elfmeter! Coulibaly hatte keine Chance mehr, in irgendeiner Form einzugreifen.“ Er zeigte sich fassungslos über die Entscheidung der Video-Schiedsrichter, die Szene nicht einmal zu überprüfen. „Für mich eine bittere Szene, aber das ändert nichts daran, dass wir natürlich mit unserer ersten Halbzeit nicht zufrieden sein können.“

Dreikampf um die champions league
Die Ausgangslage im Kampf um die Champions League Plätze bleibt eng. Stuttgart, Hoffenheim und Leverkusen liegen dicht beieinander. „In dem Kampf um die Champions League müssen wir versuchen, jeden Dreier zu holen – und erst recht zu Hause in einem Spiel, in dem du die Kontrolle hast. Dann willst du natürlich gewinnen“, mahnte Demirovic.

Das nächste kapitel: hoffenheim
Am kommenden Samstag (15.30 Uhr) steht das Duell gegen den direkten Konkurrenten Hoffenheim an. Hoeneß sieht das als Chance: „Deutlicher kann es nicht mehr sein, wir sind direkte Nachbarn in der Tabelle, wir sind vier Tore auseinander. Das ist doch ein schönes Spiel und da freuen wir uns drauf.“ Die Vorbereitung muss nun schnell gehen, die Köpfe müssen frei werden. Denn am Ende zählt nur eines: der Sieg, um die Hoffenheimer wieder hinter sich zu lassen und den Traum von der Champions League am Leben zu erhalten.
