Vfb jagt den fluch: endlich sieg gegen leipzig?
Am Sonntagabend könnte in der MHPArena eine Serie platzen, die RB Leipzig seit elf Pflichtspielen in Stuttgart gegen den VfB schützt. Die Schwaben haben noch nie gegen die Roten Bullen gewonnen – doch diese Statistik droht zu kippen, weil Sebastian Hoeneß’ Team seine beste Saison seit 2007 spielt und den vierten Platz mit 47 Punkten, besserer Differenz und Heimmacht besetzt.
Deniz undav jagt leipzig in die krise
19 Tore stehen für den deutschen Top-Stürmer in der Spalte „Torschützenkönig im eigenen Land“. Kein Leipziger kommt auch nur annähernd an diese Zahl heran, und genau deshalb zittern die Sachsen, wenn sie an die letzten drei Auftritte in Stuttgart denken: allesamt verloren, allesamt ohne Antwort auf Undavs Laufwege.
Diese Schwäche kennt auch Marco Rose. Sein Club zwar mit der fünftbeste Offensive der Liga, doch die Tore fallen vor allem früh. Zehn Treffer in der ersten Halbzeit auf fremdem Platz klingen nach Druck, nur: genau dort wartet Stuttgart mit neun Heimsiegen aus zwölf Spielen und einer weißen Weste, die selten länger als 45 Minuten glüht. Wenn Leipzig früh trifft, könnte der VfB sofort kontern – und dann wird es laut.

Müdigkeit als x-faktor
Donnerstagabend, Europa League, Porto, 1:2. Die Niederlage schmerzt, doch der Zeitpunkt schmerzt mehr. Kein Tag Erholung, nur Reise, Regeneration, Video. RB dagegen trainierte die Woche durch, plante Taktik, ließ Beine schwingen. Wenn die 75. Minute anbricht, entscheidet sich, wessen Lunge mehr Sauerstoff liefert – und ob Hoeneß wechseln muss oder darf.
Die Buchmacher trotzdem skeptisch: 2,30 für einen Heimsieg klingt nach Vertrauen, ist aber keine Offerte aus Nächstenliebe. Leipzig mag in Stuttgart verlieren, doch die Serie „immer treffen“ hält seit 13 Bundesliga-Partien. Wer beide Teams in der ersten Halbheit auf „Ja“ setzt, bekommt 3,00 – ein Wink mit der Quote, dass auch Rose eine Antwort auf Undav plant.
Der VfB kann springen, springen muss er. Ein Sieg bedeutet nicht nur Platz vier, sondern auch endlich Befreiung vom Leipzig-Komplex. Die MHPArena wird kochen, und wenn der Schlusspfiff ertönt, könnte eine neue Serie beginnen – mit Stuttgart als Sieger. Dann steht nicht mehr 0 Siege in 11 Spielen, sondern 1 in 1. Die Zahl ist klein, die Botschaft riesig.
