Vet-Concept Gladiators Trier führen die Tabelle der Easycredit Basketball-Bundesliga an
Ungewöhnliche motivation
Die Vet-Concept Gladiators Trier führen die Tabelle der Easycredit Basketball-Bundesliga an. Dies ist besonders ungewöhnlich, da der Aufsteiger mit 12:2 Punkten an der Spitze steht. Die Gladiators Trier setzen auf ungewöhnliche Tricks, um ihre Spieler zu motivieren. Nach jedem dritten Sieg öffnen die Spieler in ihrer Kabine eine kleine hölzerne Schatztruhe.
Das zahlenschloss
Das Trainerteam um Jacques Schneider benennt den wertvollsten Spieler der Partie und überträgt ihm die Aufgabe, das Zahlenschloss zu knacken. Die Zahlenkombination basiert auf teaminternen Daten wie Geburtstagen oder Trikotnummern. Die Zeremonie endet mit der Überreichung eines Gutscheins, was die Spieler sehr begeistert.
Erste erfolge
Die Schatztruhe wurde bereits zweimal geöffnet, was auf sechs Siege hinweist. Die Preise für die ersten beiden Siege sind ein Teamausflug nach Köln und ein gemeinsamer Kochkurs. Schneider, ein studierter Sportpsychologe, erklärt: „Unser Saisonziel sind zwölf Siege, denn die bedeuten den sicheren Klassenerhalt. Es ist einfacher, in kleineren Etappenzielen zu denken.“
Vergangene saison
Schneider hatte in der vergangenen Saison ein ähnliches Kabinenritual eingeführt. Nach jedem Play-off-Sieg schlug ein Spieler einen Nagel in einen Holzblock. „Das waren tolle Momente nach den Spielen, daran wollten wir mit der Schatztruhe anknüpfen“, sagt Schneider.
Überraschende erfolge
Dass die Truhe schon so früh in der Saison zweimal geöffnet wurde, hatte Schneider nicht erwartet. „Wir haben die Erwartungen bisher übertroffen“, sagt der Trier-Trainer. „Vor der Saison wurde uns der Abstiegskampf vorausgesagt. Das haben wir zum Anlass genommen, es den anderen zu beweisen, dass wir es besser können.“
Erfolgsfaktoren
Schneider sieht als Erfolgsfaktoren den Zusammenhalt aus der Aufstiegssaison und die Kontinuität im Kader. „Wir sind sehr tief besetzt. Man weiß nie, wer bei uns heißläuft. Außerdem spielen wir einen sehr schnellen und attraktiven Basketball“, sagt Schneider.
Kapitän maik zirbes
Der Kapitän der Mannschaft, Maik Zirbes, ist ein ehemaliger Nationalspieler und hat nach Stationen in Bamberg, Bayern und Belgrad zu seinem Heimatverein zurückgefunden. „Ich sehe mich als verlängerten Arm vom Trainer und versuche, unseren jungen Wilden zu helfen“, sagt Zirbes. „Mir geht es nicht mehr darum, möglichst tolle Statistiken zu haben oder Titel zu gewinnen. Das hatte ich in meiner Karriere zur Genüge.“
Ziele für die saison
Das Saisonziel in Trier bleibt unverändert – vorerst. „Wir wollen so schnell wie möglich die zwölf Siege schaffen“, sagt Zirbes. „Das heißt aber nicht, dass wir uns danach hinlegen. Mit fünf weiteren Siegen wäre man wahrscheinlich schon in den Play-ins (Quali-Runde fürs Play-off; d. Red.). Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass wir eine Chance haben, um die Play-offs zu spielen.“
