Veszprém vs. paris: das finale, das nie gelingen wollte!
Ein Duell der Giganten, eine Geschichte voller verpasster Chancen und gebrochener Träume: One Veszprem HC und Paris Saint-Germain treffen heute (1. April, 18.45 Uhr/Dyn) in den Play-offs der EHF Champions League aufeinander. Beide Klubs sind seit Jahren auf der Suche nach dem ersehnten Titel – und die Vergangenheit hat es in sich.
Die unglückliche chronik von veszprém
Die Ungarn, finanziell stark aufgerüstet mit Stars wie Fabregas, Remili und Cindric, haben in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Reise hinter sich. 2013/14 marschierten sie bis ins Halbfinale, nur um dort dem THW Kiel unter die Räder zu geraten. Es folgte eine Serie von Final-Teilnahmen, die jedoch immer wieder schmerzlich endeten. Gegen Barcelona, gegen Kielce – und dann der absolute Tiefpunkt: Gegen Kielce gaben sie in der letzten Viertelstunde der regulären Spielzeit einen Neun-Tore-Vorsprung aus der Hand. Ein Szenario, das in die Annalen des Handball-Sportes als einer der größten Zusammenbrüche überhaupt einging. Die Niederlage gegen Vardar Skopje 2018/19 zementierte das Bild des ewigen Zweiten. Seitdem blieb Veszprém im Viertelfinale oder Halbfinale hängen – gegen Kiel, Nantes, Kielce (zweimal), Aalborg und zuletzt Magdeburg. Die Millioneninvestitionen brachten den erhofften Erfolg nicht.

Pariss‘ suche nach der konstanz
Auch Paris Saint-Germain, getragen von Starbesetzungen wie Hansen, Narcisse und Abalo in der Anfangsphase, hat mit dem Champions-League-Triumph gehadert. Nach dem Einzug in die Königsklasse mit katarischem Geld schied PSG zunächst gegen Veszprém aus. Nikola Karabatic konnte die Mannschaft verstärken, doch das Halbfinale gegen Kielce blieb 2015/16 die letzte Hürde. 2016/17 folgte die bittere Niederlage gegen Skopje – ein Finale, das bis heute als eine der größten Enttäuschungen in der Geschichte des Vereins gilt. Seitdem gab es immer wieder Final4-Teilnahmen, aber die Zeiten, in denen PSG als unangefochtener Favorit galt, sind längst vorbei. Die Substanz des Teams hat in den letzten Jahren gelitten.
Ein besonderes Augenmerk gilt Nedim Remili, der 2013 von Paris nach Veszprém wechselte. Er ist einer der wenigen Spieler, die beide Klubs vertreten und immer noch auf den ersten Champions-League-Titel warten.
Die Bilanz der beiden Teams in der Königsklasse zeigt deutlich die Höhen und Tiefen ihrer jeweiligen Reise: Veszprém hatte mehr Endspielteilnahmen, scheiterte aber öfter. Paris hingegen blieb vor allem in den Halbfinals und Viertelfinals hängen.
Heute Abend wird sich zeigen, ob einer der beiden Klubs endlich die Last der Vergangenheit abschütteln und den ersehnten Titel in die Höhe stemmen kann. Es ist ein Duell, das mehr als nur ein Handballspiel ist – es ist ein Kampf um Ehre, Stolz und die Erfüllung von Träumen.
