Verstappen verliert seine stimme: lambiase auf dem sprung zu mclaren
Giampiero Lambiase, der Mann der Max Verstappen seit dessen Debüt 2016 über das Funkgerät führt, steht vor dem Abtritt. McLaren wartet mit einem Top-Job ab 2028 – und könnte den Briten schon für diesen Winter aus dem Red-Bull-Cockpit kassieren. Die Nachricht schlägt ein wie ein Boxenstopp mitten auf der Geraden.
Die Verbindung zwischen „GP“ und Verstappen galt als unzerbrechlich. Sie stritten wie ein altes Ehepaar, siegten wie ein Dream-Team. Ohne Lambiase kein Spanien-Coup 2016, keine 61 Siege, keine drei Weltmeistertitel in Serie. Jetzt droht Red Bull die Stimme zu verlieren, die den Niederländer auf der Strecke zügelt.
Warum mclaren jetzt zuschlägt
Andrea Stella baut in Woking ein Technik-Komitee neu auf. Stella kommt aus der Schule von Ferrari und Mercedes, weiß: Daten sind nur so gut wie ihre Interpretation. Lambiase gilt als brillanter Taktiker, der Boxenstopp-Sequenzen millimetergenau timt und dabei Temperament genug hat, Verstappen bei 320 km/h zur Ordnung zu rufen. „Mach kein Kind, Max“, funkte er beim GP Ungarn 2024 – und der Weltmeister gehorchte. Genau diese Autorität sucht McLaren, um den letzten Schritt zur Spitze zu gehen.
Die Verhandlungen laufen laut niederländischen Medien auf Hochtouren. Ein langjähriger Gardening-Leave winkt, falls Red Bull die Vertragsklausel zieht. Das würde bedeuten: Lambiase verschwindet schon nach Abu Dhabi 2025 von der Bildfläche, ein Jahr bevor er offiziell zu McLaren wechselt. Die Lücke auf der Pit-Wall wäre gewaltig.

Der exodus geht weiter
Mit Mechanik-Chef Matt Caller, Sportdirektor Jonathan Wheatley und Berater Helmut Marko haben bereits drei Vertraute das Lager verlassen. Verstappen hatte einst geschworen: „Ich arbeite nur mit Giampiero, wenn er aufhört, höre ich auch auf.“ Die Aussage kreist seit Freitag durchs Internet wie ein Boomerang. Die Frage ist nicht mehr, ob der Niederländer sie erfüllt, sondern wann er sie kassiert.
Red Bull droht ein Machtvakuum. Neue Motorenregeln 2026, neuer Teamchef Laurent Mekies, neue Reifengrößen – und jetzt auch ein neuer Race-Engineer. Die Konkurrenz pfeift auf dem letzten Loch. Ferrari lockte Lambiase bereits 2024 ohne Erfolg. McLaren legt nun ein Angebot vor, das laut Insider „an die Grenze dessen geht, was ein Track-Engineer verdienen darf“. Die Summe: rund 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt plus Leistungsprämien. Für einen Mann, der 2014 noch Sebastian Vettels Boxenstopp-Strategien mitrechnete, ist das ein Quantensprung.
Verstappen selbst schweigt bislang. Auf Instagram postete er stattdessen ein Video aus seinem Simulator – Hintergrundgeräusche: Motorensound, nichts als Motorensound. Die Botschaft: Ich bin am Steuer. Aber wer steht ihm 2026 noch zur Seite? Die Antwort könnte über die Zukunft der Königsklasse entscheiden.
