Verstappen planteht ausstieg: „diese formel 1 zerstört sich selbst“
Max Verstappen spricht, was die Königsklasse nicht hören will: Er könnte vorzeitig gehen. Nach dem Debakel von Schanghai, wo er wegen eines Kühlungsdefekts auf Platz fünf liegend ausschied, hat der viermalige Weltmeister die neue Technik-Ära als „Mario-Kart-Show“ verrissen und parallel eine Startplatz-Suche im Langstreckensport eingeleitet.
Erste saisonwochen lesen wie ein crash-protokoll
Erst 8 Punkte, Platz 15 in der WM – das ist Verstappens Bilanz nach zwei Rennen. In Melbourne qualifizierte er sich nur Neunter, rutschte durch Startbatterie-Kollaps auf Position 16 ab, und in China war selbst Rang 5 das absolute Maximum. Die RB20 plötzlich mit dem Abtastrhythmus eines Mittelfeld-Taxis – das gab es zuletzt 2015/16, als Red Bull mit dem Renault-Aggregat kämpfte.
Der Niederländer kontert mit Vollzugsankündigung: „Wenn ich 40 bin, bin ich längst woanders. Ich brauche keinen Ruhm mehr, ich brauche Spannung.“ Die 24h Nürburgring hat er schon gemeldet, dort will er mit seinem Vater Jos im GT3 starten. Die Oldschool-Atmosphäre, sagt er, erinnere ihn an „echtes Racing statt Management-Parcours“.

Warum er die hybrid-boliden hasst
Verstappens Hauptvorwurf: Die aktuellen Aero-Regeln zwingen zu einer Art Achterbahnfahren. „Wir folgen einem Auto, verlieren 50 % Abtrieb, können nicht überholen, müssen Reifen schonen, damit das Battery-Pack nicht überhitzt – das ist kein Motorsport, das ist Energiemanagement.“ Schon in Bahrain testete er abends heimlich auf der Switch, weil das Sim-Cockpit „zu nah an der Realität“ sei.
Interne Daten von Red Bull zeigen: Die Schwäche kommt nicht nur vom Honda-Nachfolger Ford. Das neue Boden-Reglement 2025 verlangt eine 25 mm höhere Schwelle – dadurch verliert die RB20 rund 0,35 s pro Runde an Unterdruck. Adrian Newey arbeitet an einem kompletten Rumpf-Redesign, doch Verstappen glaubt nicht mehr an Befreiungsschläge innerhalb der Saison.
Markt beobachtet: mercedes und ferrari blockieren
Teamchefs Wolff und Vasseur haben ihre Cockpits bis 2026 zugesagt – mit Option auf 2027. Verstappens Vertrag aber endet schon 2025, und die Ausstiegsklausel bei WM-Platzierung unter Top-3 ist ein offenes Geheimnis. Gespräche mit Aston Martin laufen indirekt über Performance-Direktor Andy Cowell, der Mercedes-Motoren-Exp ist und Verstappen seit Jahren schätzt.
Ein Wechsel zu Audi 2026? „Zu spät“, sagt ein Berater. Verstappen will bis 30 seine Karriere neu justiert haben – mit 32 lieber 24-Stunden-Siege in Le Mans als viertes Barcelona-Training in der Formel 1.

Die bombe für red bull: image-verlust vor sponsoren
Der Energy-Drink-Konzern investierte 2024 rund 140 Mio. Euro zusätzlich in Motoren- und Chassis-Entwicklung. Ohne Verstappen droht der Marke ein Doppelschlag: erst der Verlust des Marketing-Hechts, dann möglicherweise der Wegfall von Premium-Partnern wie Oracle, die seinen Siegeszug mitfinanzierten.
Intern heißt es, Teamchef Christian Horner plane bereits ein Krisen-Meeting mit Mateschitz‘ Witwe Marketa. Thema: wie viel Budget für 2026 noch in ein Projekt fließt, dessen Hauptakteur bereits nach dem Ausstieg traktatiert.
Die Formel 1 bastelt gerade an ihrer Netflix-Story, doch ihr Hauptdarsteller schreibt das Drehbuch neu – und die letzte Szene findet vermutlich nicht in Silverstone, sondern auf der Nordschleife statt.
