Verstappen jagt geschichte mit red-bull-motor – doch ein topteam lauert schon

Max Verstappen startet am Sonntag in Melbourne mit einer Power-Unit, die noch kein Meter Weltmeisterpunkte gesehen hat. Der viermalige Champion brennt darauf, aus Red Bull Powertrains den nächsten Sieger zu bauen – schlägt das Experiment fehl, wird er zum begehrtesten Free Agent der Grid.

Ein sieg würde red bull in eine neue liga katapultieren

Die RB22 ist das erste Auto, dessen Turbo-Hybrid-Herz komplett in Milton Keynes schlägt. Ford lieferte Know-how für E-Maschine und Software, die ehemalige Honda-Crew sorgte für Basiswissen. Bahrain-Test: 4.200 Kilometer, kein einziger thermischer Zwischenfall. Verstappen nach den Runs: „Die Jungs strahlten wie nach einem Doppelschlag in der Nachspielzeit.“

Doch Kilometer sind kein Podest. Die 2026er-Regeln fegen die MGU-H aus den Triebwerken und zwingen die Piloten, Energie wie in einem Videospiel neu zu verteilen. Wer die Batterie zu spät entlädt, verliert sieben Zehntel pro Runde. Wer zu früh drückt, landet im Save-Modus. Red Bull muss diese Balance erst erlernen – Mercedes, Ferrari & Co. haben die Lektion schon wiederholt.

Verstappen-vertrag enthält versteckte ausstiegsrampe

Verstappen-vertrag enthält versteckte ausstiegsrampe

Offiziell unterschrieben bis 2028. Inoffiziell: Eine Leistungsklausel erlaubt dem Niederländer frühes Aussteigen, falls die RB22 nicht um Podestplätze mitkämpft. Die Signale fliegen schon. Toto Wolff hält die Kaffeetasse warm, Aston Martin bereitet Adrian Newey ein Angebot vor, und Ferrari notiert sich Leclerc plus Verstappen als Dream-Duo für 2027 – beide Verträge laufen synchron.

Verstappen selbst schwärmt von Melbourne, wo er 2015 mit 17 Jahren debütierte. „Diese Strecke erinnert mich, warum ich überhaupt anfing“, sagt er. Heute ist er 28, auf dem Weg zu fünf Titeln, und weiß: Schlägt die Haus-Engine-Story fehl, wird er zur Trophäe des nächsten Silly-Season-Sommers.

Die Frage ist nicht, ob er wechseln würde – sondern wie schnell die Konkurrenz den Stift schwingt. Melbourne liefert erste Antworten, doch egal wie das Rennen endet: Wer Verstappen in den Finger bekommt, kauft sich die Zukunft der Formel 1. Die Uhr tickt. Die Verhandlungen laufen schon längst im Hinterzimmer der Boxengasse.