Verliert der HSV Hamburg bald Punkte am grünen Tisch?

Wirtschaftliche probleme beim hsv hamburg

Die wirtschaftlichen Probleme beim Handball-Bundesligisten HSV Hamburg spitzen sich weiter zu. Das Damoklesschwert Punktabzug schwebt seit Jahren über dem Klub. Jetzt könnte es fallen – und sportlich richtig wehtun. Grund ist das weiter steigende negative Eigenkapital, wie das Hamburger Abendblatt berichtet.

Gefährliche lizenzierungsordnung

Gefährliche lizenzierungsordnung

Wer drei Jahre in Folge das Minus nicht um jeweils 10 Prozent senkt, dem drohen nach §7 Absatz 5 der Lizenzierungsordnung (LZO) vier Minuspunkte. Das wäre ein sportlicher Tiefschlag – trotz guter 11:11 Punkte.

Keine verbesserung in sicht

Keine verbesserung in sicht

Für die laufende Saison musste der HSV eine 2-Millionen-Euro-Lücke kurzfristig schließen – Investor Philipp J. Müller (48) sprang ein. Müller hatte mit Darlehen über 7,1 Mio. Euro im Jahr zuvor bereits die Existenz des Klubs gesichert. In der Bilanz 24/25 steht jetzt ein Fehlbetrag von 6.075.062,16 Euro.

Sanktionen drohen

Sanktionen drohen

Liga-Geschäftsführer Frank Bohmann (60) hatte unlängst gegenüber SPORT BILD klargestellt: „In unserer Lizenzierungsordnung ist klar geregelt: Wenn es nicht gelingt, bestehendes negatives Eigenkapital pro Jahr um mindestens zehn Prozent zu verbessern, wird sanktioniert. Im Wiederholungsfall kann ein Verstoß mit Punktabzug geahndet werden.“

Fristen und maßnahmen

Fristen und maßnahmen

Bis zum 31. Dezember 2025 muss der HSV eine Verbesserung testiert nachweisen. Am 1. März 2026 folgt der Bilanz-Check der HBL. Schafft es der Klub nicht, sind vier Punkte weg.

Mögliche lösungen

Mögliche lösungen

Neben einer möglichen Umwandlung von Teilen des Müller-Darlehens in Anteile (ist nur bedingt möglich) prüft der HSV nach BILD-Informationen auch sogenannte atypisch stille Beteiligungen (Geldgeber ohne Stimmrecht), um die Kohle-Situation zu verbessern. Ob sich Personen dafür finden, ist offen.

Hsv-bosse in der defensive

Sind gefordert! Geschäftsführer Christian Hüneburg (50/l.) und Investor Philipp J. Müller (48) auf BILD-Anfrage erklärt HSV-Geschäftsführer Christian Hüneburg (50): „Wir beteiligen uns nicht an diesen Spekulationen, die jetzt da aufgestellt werden. Wir verkünden etwas, wenn es etwas zu verkünden gibt.“ Wann das sein soll, ließ er offen.

Sportliche leistungen im kontrast

Der Eindruck entsteht, dass die HSV-Bosse nur reagieren, statt der Welle offen und transparent vorwegzuschwimmen. Die Parkett-Profis, die am Abend in Göppingen (19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) antreten, machen es den Funktionären vor und agieren seit Wochen mit beeindruckenden Leistungen (u. a. Siege gegen Berlin und Gummersbach).

Fakt ist: Die wirtschaftlichen Zahlen werden bedrohlicher – und das Risiko sportlicher Strafen wächst.