Vazquez-comeback in stuttgart? der königstransfer wird zur geduldsprobe

Die Hoffnung stirbt zuletzt – auch bei Bayer 04 Leverkusen und Lucas Vazquez. Nach seiner Auswechslung im Pokal-Halbfinale gegen die Bayern schwingen die Fantasien von einem Comeback in Stuttgart auf, doch die Realität sieht düsterer aus. Der Spanier, geholt mit großem Tamtam, entpuppt sich bisher als kostspieliges Missverständnis.

Ein hype, der verpufft

Ende August sorgte der Wechsel von Lucas Vazquez zu Bayer 04 für ordentlich Gesprächsstoff. Der Routinier, der nach zehn Jahren bei Real Madrid ablösefrei zu Verfügung stand und sogar noch bei der Klub-WM im Dress der Königlichen aufgelaufen war, wurde als „Königstransfer“ gefeiert. Die Erwartungen waren enorm, doch bisher konnte Vazquez diese nicht erfüllen.

Die Ausfälle überwiegen. Der 34-Jährige fällt seit seinem Wechsel immer wieder mit Verletzungen aus. Zuerst waren es hartnäckige Rückenprobleme, die ihn fast zehn Wochen außer Gefecht setzten. Danach folgte eine Wadenverletzung, die ihn über sechs Wochen zwang, pausieren. Jetzt zog er sich im Pokalspiel gegen Bayern erneut eine muskuläre Verletzung in der Wade zu.

Trainer Kasper Hjulmand muss sich also erneut mit der Abwesenheit eines vermeintlichen Schlüsselspielers auseinandersetzen. Die Frage ist: Wird Vazquez in Stuttgart überhaupt eine Chance bekommen, den bislang enttäuschenden Eindruck auszubessern?

Arthur als konkurrent

Arthur als konkurrent

Die Situation wird nicht einfacher, da Arthur nach seiner langwierigen Syndesmose-Verletzung ins Team zurückkehrt. Der Brasilianer bewies im Pokalspiel gegen Bayern, dass er als rechter Schienenspieler durchaus eine Alternative darstellen kann. Und sollte er am Samstag gegen Leipzig überzeugen, ist er aufgrund seiner Schnelligkeit und Dynamik auch gegen Stuttgart die passendere Wahl.

Vazquez hat in dieser Saison bisher nur 18 von 46 möglichen Pflichtspielen für Bayer 04 absolviert. Seine Bilanz ist ernüchternd. Es bleibt abzuwarten, ob er in den verbleibenden Spielen der Saison noch die Möglichkeit erhält, das Ruder zu wenden. Die Zeichen stehen jedoch nicht gut für den ehemaligen Nationalspieler.

Die Zahlen lügen nicht: 25 Partien verpasst, dreimal auf der Bank – ein teurer Fehlkauf, der Bayer 04 derzeit mehr Kopfzerbrechen als Freude bereitet. Der Traum vom Königstransfer ist geplatzt, und die Leverkusener Verantwortlichen müssen sich fragen, ob der hohe Gehalt des Spaniers künftig eine unzumutbare Belastung darstellen wird.