Var versagt in der premier league: 54 fehler binnen einer saison
Die Schiedsrichter in der Premier League stolpern von einer Fehlentscheidung zur nächsten. Das Panel für Schlüsselspielereignisse (KMI) zählt in dieser Saison bereits 54 schwerwiegende Fehler – zehn mehr als im gleichen Zeitraum der Vorsaison. Der VAR, einst als Garant für Gerechtigkeit angepriesen, steckt mittendrin im Strudel.
Die var-bilanz: 18 fehler und saison noch nicht vorbei
18 Mal hat das Videogerät in dieser Spielzeit versagt. Das ist kein Ausrutscher, das ist ein Trend. Vergleich: In der gesamten letzten Saison summierten sich die VAR-Pannen auf genau diese Zahl. Die Fehlerquote auf dem Platz liegt bei 25, elf weitere Patzer entstanden bei Gelb-Rot-Entscheidungen. Die Zahlen sind kalter Kaffee für die Anhänger von Arsenal, Newcastle oder Brentford – ihren Klubs wurden in der März-Runde drei klarer Fouls im Strafraum vorenthalten.
Die Betroffenen reagieren mit einem Schulterzucken. Mikel Arteta fragt sich öffentlich, wann endlich Konsequenzen folgen. Eddie Howe schüttelt den Kopf, weil sein Stürmer zweimal umgerissen wurde, ohne dass der Pfiff ertönte. Auf der Insel wächst die Ungeduld, und die Premier League droht ihre Glaubwürdigkeit zu verspielen.

Pgmo sieht fortschritte, fans sehen chaos
Die Schiedsrichterbehörde PGMO meldet stolz, die Überprüfungszeiten seien um 25 Prozent gesunken. Welch Trost, wenn die Entscheidung danach trotzdem falsch ist. Die Statistik klingt wie ein schlechter Witz: schnelleres Video, trotzdem falsches Bild. Die Vereine fordern Transparenz, die Gewerkschaft der Spieler warnt vor Spaltung. Die Liga schweigt und verweist auf langfristige Reformen.
Die Wahrheit liegt auf dem Rasen: Ein Foul, das nicht geahndet wird, kann den Unterschied zwischen Europa und Abstieg bedeuten. 54 Fehler sind kein Stolpern mehr, das ist systematisch. Und die Saison hat noch fünf Spieltage.
