Vanthoor schlägt zurück: bmw jagt ferrari mit 3:23 vorbei

Dries Vanthoor jagt der Konkurrenz eine 3:23,302 vor die Nase – und das trotz Dreher mit Kiesbett-Self-Service. Der Belgier schraubt den BMW #15 auf die heißeste Runde des letzten Freien Trainings und schickt Alpine und Cadillac in die Box.

Die generalprobe läuft auf höchstdrehzahl

Nur Minuten vor der Chequered Flag legt Vanthoor noch einmal nach. Der M Hybrid V8 hatte sich zu Beginn drehen lassen, doch Raffaele Marciello riss den Boliden eigenhändig aus dem Kies, und Vanthoor revanchierte sich mit einer Runde, die 0,423 Sekunden schneller ist als Victor Martins im Alpine #36.

Cadillac liegt mit Will Stevens nur eine halbe Sekunde zurück – doch die LMDh-Flotte dominiert klar: alle drei Cadillac, beide Alpine, BMW und sogar die beiden Genesis landen in den Top Ten. Die LMH-Boliden müssen dagegen schlucken.

Ferrari rettet sich mit ach und krach

Ferrari rettet sich mit ach und krach

Als einziges LMH-Cockpit kratzt der Ferrari #51 mit Pier Guidi/Calado/Giovinazzi noch auf Rang neun – und das, obwohl die Italiener ihre Hyperpole-Simulationen offenbar nicht vollendet haben. Der Titelverteidiger ist damit klar auf Kursjagd, während Peugeot weiter mit der Realität hadert: „Der Abstand ist gewaltig“, raunt ein Ingenieur resigniert.

In der LMP2 sichert sich Louis Rousset die Bestzeit – trotz Kontakt mit dem Aston Martin #009 und zerdepperter Styropor-Werbung an der Ford-Schikane. Kurz vor Schluss kracht Daniel Schneider mit dem United-Oreca #222 in die Reifenstapel und stoppt die Session zehn Minuten lang. Keine Verletzten, nur ein paar Flocken Gummi.

Barrichello setzt den ton in gt3

Barrichello setzt den ton in gt3

Eduardo „Dudu“ Barrichello spult im Aston Martin #23 eine 3:53,728 und bleibt beste GT3-Zeit der Session. Die Marke hält – und sorgt für brasilianische Jubelstimmung im Heart-of-Racing-Boxengang.

Jetzt heißt es Daumenschrauben anziehen: Donnerstagabend um 20 Uhr fällt das Urteil Hyperpole. Wer dort startet, entscheidet, wer die 94. Stunden von Le Mans von der Pole eröffnet. Vanthoor hat bereits ein Ausrufezeichen gesetzt – Ferrari muss noch eins nachlegen, sonst wird es eng auf der Sarthe.