Toyota: selbstvertrauen trotz schwieriger quali in le mans
Die 24 Stunden von Le Mans stehen vor der Tür, und obwohl sich die Qualifikation für Toyota als schwierig erwiesen hat, scheinen die Fahrer des japanischen Teams dennoch Zuversicht in ihre Rennchancen zu haben. Während Ferrari mit düsteren Aussichten kämpft, setzt Toyota auf eine bewährte Strategie und die Stärken seiner TR010.
Fokus auf rennpace und reifenmanagement
Anders als viele Teams, die ihre Autos für die Qualifikation optimieren, hat Toyota bewusst Zeit investiert, um das Fahrzeug mit gebrauchten Reifen zu testen. Sébastien Buemi, der mit vier Siegen der erfahrenste Pilot im Feld ist, erklärte: „Wir haben uns entschieden, nicht viel Zeit in die Suche nach dem optimalen Qualifying-Setup zu investieren, sondern stattdessen mehr Runden mit gebrauchten Reifen zu fahren.“ Diese Strategie unterstreicht das Vertrauen des Teams in den Rennpace und die Reifenperformance des TR010.
Brendon Hartley ergänzte: „Wir hatten in der Qualifikation einige Schwierigkeiten, insbesondere Rio Hirakawa, der aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens keine aussagekräftige Rundenzeit erzielen konnte. Aber die vergangenen Jahre haben uns gezeigt, dass die Startposition in Le Mans nicht entscheidend ist. Die Autos mit dem besseren Rennpace setzen sich am Ende durch.“
Die Reifenstrategie ist ein entscheidender Faktor. Buemi fügte hinzu: „Wir wissen, dass wir eine gute Geschwindigkeit im Rennen haben und potenziell drei oder sogar vier Boxenstopps mit den Reifen absolvieren können. Die erwarteten hohen Temperaturen sollten uns zugute kommen, obwohl wir noch nicht sicher sind, ob wir alle verfügbaren Mischungen nutzen können. Wir müssen strategisch entscheiden, welche Mischungen am besten geeignet sind.“
Ein kleiner Wermutstropfen ist die begrenzte Höchstgeschwindigkeit des Toyota, die das Team im Rennen etwas behindern könnte. „Aber wir haben mehr Arbeit in die Reifenentwicklung gesteckt als jeder andere, und das sollte uns einen Vorteil verschaffen“, so Buemi.

Aerodynamische verbesserungen und reifen-herausforderungen
Toyota präsentierte sich in dieser Saison mit einer umfassend überarbeiteten Aerodynamik, insbesondere am Frontbereich des Fahrzeugs, der an die Straßenmodelle des Herstellers erinnert. Nyck de Vries, Pilot des Autos mit der Nummer 7, betonte jedoch: „Die technische Basis des Autos ist gleich geblieben. Es handelt sich eher um ein optisches Update mit einigen aerodynamischen Vorteilen. Wir sind mit dem Auto bereits sehr vertraut.“
Die diesjährigen Reifen von Michelin stellen das Team vor eine neue Herausforderung. „Das Verständnis, wie die Reifen unter verschiedenen Bedingungen funktionieren, war in dieser Woche das Hauptthema. Wir mussten lernen, welche Mischungen wir wann einsetzen, um die beste Performance zu erzielen. Im Vergleich zum letzten Jahr haben wir etwas an Performance verloren, dafür aber eine höhere Reifenlebensdauer gewonnen“, erklärte de Vries.
Mike Conway ergänzte: „Wir haben ein gutes Leistungsfenster für das Rennen gefunden und sind überzeugt, dass wir, wenn wir keine Fehler machen und Unfälle vermeiden, unser Potenzial voll ausschöpfen können – auch wenn wir aus dem Mittelfeld starten.“
Die Strategie wird also eine entscheidende Rolle spielen, um im Kampf gegen Ferrari und die anderen Konkurrenten bestehen zu können. Ob Toyotas Fokus auf Reifenmanagement und Rennpace letztendlich zum Erfolg führt, wird sich in den 24 Stunden von Le Mans zeigen.
