Van der poel vs. pogacar: die hölle des nordens entfacht neues duell!

Paris-Roubaix – das Rennen, das Legenden schreibt und Fahrer an ihre Grenzen treibt. Am Sonntag steht wieder die 123. Auflage der “Königin der Klassiker” an, und mit Mathieu van der Poel sowie Tadej Pogacar treffen zwei der größten Stars des Radsports aufeinander. Ein Duell, das die Fans weltweit in Atem halten wird.

Die vorbereitung im zeichen der pavés

Fünf Tage vor dem Rennen herrschte in Troisvilles, einem kleinen Ort im Norden Frankreichs, reges Treiben. Die Amaury Sport Organisation (ASO), die Betreiber der Tour de France und von Paris-Roubaix, führte ihre finale Streckenbesichtigung durch. Thierry Gouvenou, der Renndirektor, ließ es sich im Café “Chez Francoise” nicht nehmen, das Geschehen zu verfolgen und stärkte sich dabei mit einem deftigen Frühstück.

55 Kilometer Kopfsteinpflaster – das ist die grausame Realität, die die Fahrer am Sonntag erwartet. Die 30 Sektoren sind alles andere als sanftmütig; die Steine, oft unregelmäßig und scharfkantig, fordern Rad und Mann bis aufs Äußerste. Die Kombination aus Dreck und unvorhersehbaren Wetterbedingungen macht die Strecke zu einem wahren Albtraum für jeden Fahrer.

“Ich liebe Paris-Roubaix. Das Rennen ist ein Mythos. Es trägt nicht umsonst den Beinamen Hölle des Nordens”, so Gouvenou, der die Strecke bis zu fünfmal inspiziert, um den Zustand der Pavés zu beurteilen. Die “Amis de Paris-Roubaix”, ein Verein, der sich um die Pflege der Kopfsteinpflaster kümmert, leisten dabei unermüdliche Arbeit. Sie tauschen beschädigte Steine aus und sorgen dafür, dass die Strecke trotz der harschen Bedingungen befahrbar bleibt.

Pogacar jagt den triumph, van der poel verteidigt seinen titel

Pogacar jagt den triumph, van der poel verteidigt seinen titel

Letztes Jahr scheiterte Tadej Pogacar knapp an Mathieu van der Poel, der seinen dritten Sieg in Roubaix feierte. Ein verunglückter Sturz in der entscheidenden Phase kostete den Slowenen den Sieg. Dieses Mal ist Pogacar fest entschlossen, die Lücke in seiner Sammlung von Monumenten zu schließen. Van der Poel hingegen könnte mit einem weiteren Sieg Roger de Vlaeminck und Tom Boonen in der ewigen Bestenliste von Paris-Roubaix aufschließen.

“Dass die beiden sich auch bei Paris-Roubaix ein Duell liefern, ist ein Glücksfall für uns”, sagt Gouvenou. Die Spannung ist greifbar, die Fans dürfen ein episches Rennen erwarten. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Köpfe sind gefokusst – die Hölle des Nordens wartet.

Doch es ist nicht nur das Duell zwischen Pogacar und van der Poel, das dieses Jahr besonders spannend ist. Die Geschichte von John Degenkolb, der 2015 selbst triumphierte, zeigt, dass auch Außenseiter in Roubaix ihre Chance haben. Sein finanzielles Engagement für das Juniorenrennen von Paris-Roubaix ist ein Beweis für seine Verbundenheit mit diesem legendären Rennen.

Die Erinnerung an die Vergangenheit, an die vielen Stürze und schwere Verletzungen, ist allgegenwärtig. Jean-Edern Hallier beschrieb Paris-Roubaix einst als “eine bessere sadomasochistische Inszenierung”. Ein Rennen, das mehr ist als nur ein Sportwettkampf – es ist eine Prüfung der Willenskraft, ein Kampf gegen die Elemente und ein Fest der Radsportgeschichte.

Am Sonntag wird die Welt mit Spannung die Augen auf Roubaix richten. Wer wird sich als König der Kopfsteinpflaster beweisen? Wer wird die Hölle des Nordens überleben? Die Antwort wird sich im Kampf der Titanen ergeben.