Van aert sticht bei paris-roubaix – pogacar muss erneut warten!

Ein dramatischer Sprint in Roubaix entschied die 123. Ausgabe von paris-roubaix: Wout van Aert bezwang Tadej Pogacar und sicherte sich seinen ersten Sieg in der „Hölle des Nordens“. Für den Slowenen bedeutet dies erneut eine bittere Enttäuschung in einem Rennen, das er so hart umkämpft hat.

Pogacars durst nach klassikersieg bleibt ungestillt

Pogacars durst nach klassikersieg bleibt ungestillt

Tadej Pogacar, der bereits vier Gesamtsiege bei der Tour de France, einen Triumph beim Giro d’Italia sowie eine Olympische Goldmedaille und zwei Weltmeistertitel auf seinem Konto hat, musste sich erneut geschlagen geben. Er dominiert zwar viele Rennen, doch Paris-Roubaix scheint ihm bisher zu entgehen. Die Liste der Monumente des Radsports, bei denen Pogacar bereits triumphiert hat, ist beeindruckend – er hatte bereits vier der fünf klassischen Rennen gewonnen. Nur der Sieg in Roubaix fehlte ihm, und viele sahen in diesem Jahr seine beste Chance.

Das Rennen war geprägt von einem taktischen Katz-und-Maus-Spiel. Gut 50 Kilometer vor dem Ziel attackierte van Aert, und nur Pogacar konnte mit ihm mithalten. Das Duo baute sich einen Vorsprung auf die Verfolgergruppe aus, in der auch Mathieu van der Poel vertreten war. Doch Pogacar konnte den Belgier nicht abschütteln, und so bogen beide gemeinsam in das Velodrome in Roubaix ein.

Im Sprint auf den letzten Metern bewies van Aert die besseren Beine und siegte in einer Zeit von 5:16,51 Stunden. Die Enttäuschung bei Pogacar war groß, während van Aert den Sieg genüsslich feierte. Es bleibt abzuwarten, wann der Slowene endlich seinen ersten Pflasterstein erobern kann. Die Fans dürfen sich aber auf weitere spannende Duelle zwischen den beiden Top-Fahrern freuen.

Die Tatsache, dass Pogacar, ein Mann der schier unbegrenzten Talente, in Paris-Roubaix immer wieder scheitert, wirft Fragen auf. Liegt es am speziellen Charakter des Rennens, an der Taktik der Konkurrenz oder an etwas anderem? Nur die Zeit wird es zeigen, aber eines ist sicher: Der Kampf um den Sieg in der „Hölle des Nordens“ wird auch in den kommenden Jahren an Dramatik kaum zu übertreffen sein.