Van aert bricht tour auvergne-rhône-alpes ab: sprung zum spezialisten?

Schock für das Visma-Lease a Bike Team: Wout van Aert, der am Donnerstag noch einen beeindruckenden Sprint-Sieg in Villars-les-Dombes feierte, muss seine Teilnahme an der Tour Auvergne-Rhône-Alpes vorzeitig beenden. Der niederländische Rennstall bestätigte, dass der Belgier aufgrund anhaltender Ellenbogenprobleme nach Belgien zurückkehrt, um weitere Untersuchungen durchführen zu lassen.

Ein schatten über den tour-vorbereitungen

Ein schatten über den tour-vorbereitungen

Der Rückschlag kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, da van Aert eigentlich als wichtiger Bestandteil des Teams für die Vorbereitung auf die Tour de France vorgesehen war. Sein Sieg am Vortag ließ aufleuchten, dass er langsam wieder zu alter Stärke findet, doch die Schmerzen im Ellenbogen, die aus einem Trainingssturz resultieren, haben sich offenbar verschärft. Er hatte bereits während der Etappe angedeutet, dass er noch mit Beschwerden zu kämpfen habe, versuchte aber, die Situation herunterzuspielen. Das ist nun aber hinfällig.

Was niemand offen thematisiert: Van Aert hatte sich in dieser Tour Auvergne-Rhône-Alpes eigentlich als wichtiger Helfer für seine Sprinter positionieren sollen. Jetzt muss das Team seine Taktik überdenken. Die Entscheidung, den Fahrer zurückzuziehen, sei im Sinne seiner Gesundheit und der Vorbereitung auf die anstehenden Rennen gefallen.

Es bleibt abzuwarten, welche Diagnose den Belgier erwartet und wie lange seine Ausfallzeit sein wird. Die medizinischen Tests in Belgien sollen Klarheit bringen. Das Team wünscht ihm eine schnelle Genesung. Eine zu lange Ausfallzeit könnte seine Rolle im Tour de France erheblich beeinträchtigen, zumal er ein Schlüsselmann in den Bergwertungen sein sollte. Die Konkurrenz schläft nicht, und seine Abwesenheit bietet anderen Teams nun eine Chance, sich zu verstärken.

Die Tour de France rückt näher, und für Visma-Lease a Bike ist es entscheidend, dass van Aert schnell wieder einsatzbereit ist. Doch im Moment steht die Gesundheit des Fahrers an erster Stelle. Die Frage ist, ob er in der Lage sein wird, in Topform an den Start zu gehen und seine gewohnt dominante Leistung zu zeigen.