¡Vamos! 48 selektionen, 104 spiele – die wm 2026 eröffnet im aztekenstadion

Endlich. Nach 1 095 Tagen Zählen knallt es wieder: Mexiko trifft auf Südafrika – und 83 264 Menschen im Aztekenstadion spüren das Erdbeben, bevor der Ball rollt. Eröffnungsspiele hier gab es 1970 und 1986, doch heute fällt ein Vorhang auf, der größer ist als jemals zuvor: 48 Teams, 104 Partien, drei Gastgeber, eine neue Ära.

Das aztekenstadion – mythos und megafon in einem

Keine Tribüne der Welt hat mehr WM-Fußball gesehen. Pelé, Maradona, Zidane – sie alle haben hier gespielt. Heute aber steht die Arena für die Zukunft: neue LED-Ringe, erweiterte Mixed-Zone, 5G-Mesh über den Rängen. Und mitten drin zwei Teams, die sich schon 2010 im Eröffnungsspiel in Johannesburg ein 1:1 geliefert haben. Ein Déjà-vu mit Drehbuchschreibern.

Warum 48 teams nicht nur größer, sondern anders sind

Warum 48 teams nicht nur größer, sondern anders sind

Die FIFA hat das Turnier neu gemischt. Keine Gruppenphase à la carte, sondern zwölf Dreier-Pools. Wer zweimal patzt, fliegt. Das bedeutet: Keine Schonung von Superstars, keine Nullnummern zur Einstimmung. Für Mexiko ist das eine Chance, die Angst vor dem Achtelfinale endlich abzulegen. Für Südafrika ist es pure Realität: Mit einem Punkt aus zwei Spielen könnten sie weiterkommen – und das wäre historisch.

Die elf, die den kick-off gibt

Jaime Lozano setzt auf Jugend plus Erfahrung. Edson Álvarez kommandiert die Sechser-Position, Santi Giménez sucht den Torraum im Sturmzentrum. Auf der Gegenseite vertraut Hugo Broos auf Percy Tau als Turbo und Ronwen Williams als letztes Bollwerk. Broos formuliert es nüchtern: „Wir sind nicht hier, um Touristen zu spielen.“

Wo die spannung wirklich sitzt

Die mexikanischen Ultras haben 24 Stunden vor Anpfiff bereits die Zufahrten blockiert, singen seit Sonnenaufgang „Cielito Lindo“. Südafrikas „Diski Dance“ flimmert auf den Fan-Zonen-Bildschirmen. Zwischen ihnen liegen 14 000 Kilometer Luftlinie – und nur 105 Meter Rasen. Das Echo der Trommeln wird das Aztekenstadion zum Kessel machen, der die erste rote Karte dieser WM bereits in der Theorie verteilt.

Um 17:00 Uhr Ortszeit fällt der erste Ball. Um 17:01 Uhr wissen alle Teilnehmer, ob der Plan aufgeht oder ob die Gruppe von Anfang an zur Grube wird. Keine Testläufe mehr. Jetzt zählt nur noch der Riss in der Mauer, den man dem Gegner aufreißt. Die Welt schaut hin – und Mexiko-Stadt hält den Atem an.