Valverde wirbelt city mit perfektem hattrick weg – real schon im viertelfinale
Santiago Bernabéu, 22. Minute: Erste Sprechchöre. 35. Minute: Zweiter Jubelorkan. 43. Minute: Publikumsdauerfeuer. Fede Valverde jagt Manchester City mit drei Treffern in 22 Minuten aus der Champions League und lässt Pep Guardiola ratlos im Katakombengang stehen.

Der captain packt den hammer aus
Der Uruguayer vollstreckt aus jedem Winkel. Linksschuss aus 18 Metern, Kopfball nach Eckstoß, Volley aus Drehung – das dritte Tor ein Kunststück: Ballannahme per Hacke, Lupfer über Marc Guehi, Direktabnahme halb rechts, halb links – 3:0, die Partie gelaufen. Guardiola schüttelt den Kopf, Valverde klopft sich aufs Wappen. Die 75.000 rufen „Fede, Fede“ bis in die Nachspielzeit, als er sich an der Eckfahne gegen drei Gegner durchbeißt und den Ball sauber heraushält. Symbolbild für einen Abend, an dem City einfach keine Lösung findet.
Alvaro Arbeloa überschlägt sich nach Abpfiff: „Er ist unser Juanito des 21. Jahrhunderts – Laufweite, Einsatz, Torgefahr. Er ist das Maß aller Dinge.“ Die Analogie ist Programm: Juanito wurde nach sieben Minuten jedes Heimspiels geehrt, Valverde wird nach 22 Minuten dieses Achtelfinals vergöttert. Der Spieler selbst bleibt auf dem Rasen, genießt den Moment, dann die nüchterne Analyse: „Wir wissen, wie laut es in Manchester wird. Das Rückspiel beginnt bei 0:0.“
Die Zahlen sprechen trotzdem für sich: Erstmals seit 2018 kassiert City drei Gegentore in einem CL-Auswärtsspiel, erstmals seit 2015 verliert die Mannschaft mit drei Toren Differenz in der K.-o.-Phase. Die Skyblues benötigen im Etihad ein Wunder, Real kann schon morgen Mittag den Flug für das Viertelfinale buchen. Valverde? Er packt die Kapitänsbinde ein und zieht sich das Trikot aus – drei Tore, ein Spiel, eine Legende. Punkt.
