Valverde beendet karriere: ein letzter triumph in galicien

Alejandro Valverde, eine Legende des Radsports, trat im Herbst 2022 vom Profi-Radsport zurück. Sein Abschied war jedoch alles andere als ein müdes Auslaufen – er wurde von einem strahlenden Sieg in Galicien gekrönt, einem Triumph, der seinen Karrierehöhepunkt markierte.

Der letzte tanz im trikot

Der letzte tanz im trikot

Es war bei O Gran Camiño, einer relativ jungen, aufstrebenden Etappe im Rennkalender, wo Valverde seine letzte große Freude fand. Zwischen den malerischen Straßen Galiciens, seinen vertrauten Anstiegen und einer entscheidenden Einzelzeitfahrt in Sarria gelang es ihm, die Gesamtführung zu erobern. Die Organisatoren selbst feiern diese Ausgabe von 2022 als das „letzte Profi-Sieg“ des Champions.

Valverde, ein Mann, der über drei Jahrzehnte hinweg auf dem Rad saß und immer wieder mit den Besten der Welt mithalten konnte, fand seinen letzten großen Erfolg in einem neuen Rennen. Ein monumentaler Veteran, der die Geschichtsbücher einer neuen Veranstaltung einweiht – das ist eine Szene, die in die Annalen des Radsports eingehen wird. O Gran Camiño gewann an Prestige, und Valverde fügte eine weitere stolze Zahl (133 Siege) zu seiner beeindruckenden Karriere hinzu.

Diese Woche in Galicien fasste perfekt das zusammen, was Valverde ausmachte. Er brauchte keine brutale Kraftdemonstration oder eine klinisch perfekte Ausführung. Er gewann auf seine Art und Weise: mit Intelligenz, Konstanz, Erfahrung und dieser explosiven Energie, die ihn bis zum Schluss begleitete. Besonders die Gewinnertreffer in der dritten Etappe in Luintra, vor Michael Woods und Iván Sosa, zeigten seine Klasse. Der folgende Einzelzeitfahren-Sieg in Sarria besiegelte seinen Gesamtsieg.

Es war kein Abschiedstournee, sondern ein voller Angriff. Valverde hatte bereits angekündigt, dass 2022 seine letzte Saison sein würde, doch er war immer noch in Topform. Sein Saisonstart mit dem Gewinn des Trofeo Pollença-Port d’Andratx war ein Vorgeschmack, aber O Gran Camiño war eine ganz andere Dimension: ein Gesamtsieg, ein Etappenrennen, ein vollständiger Triumph. Nach fast drei Jahren ohne einen Gesamtklassement-Sieg, seit der Ruta de Occitania 2019, war dieser Erfolg in Galicien ein starkes Zeichen.

Die Neuauflage von O Gran Camiño im Jahr 2022, als neue Etappe im europäischen Rennkalender, sollte Galicien wieder in den Fokus des Radsports rücken. Die Veranstaltung fand vom 24. bis zum 27. Februar statt und Valverde setzte sich vor Michael Woods und Mark Padun durch. Es war mehr als nur ein Auftritt – es war ein Rennen mit Geschichte, mit Charakter und mit einer tiefen emotionalen Bedeutung für einen spanischen Radfahrer, der stets den Wettbewerbsgeist verstand.

Der Lauf der Zeit hat diesen Triumph noch verstärkt. Vier Jahre später hat er immer noch Kraft, weil er Valverde ohne viele Erklärungen widerspiegelt. Ein Weltmeister, ein Monument-Sieger, ein Gewinner der Vuelta und eine absolute Referenz des modernen spanischen Radsports beendete seine Karriere an einem unerwarteten, aber dennoch passenden Ort. Er brauchte keine große Abschiedszeremonie bei einer großen Rundfahrt, keine letzte Victoria im Rampenlicht – ihm reichte ein anspruchsvolles Rennen, eine gute Einzelzeitfahrt, eine knackige Etappe und ein hart erkämpftes Gesamtklassement.

Während die Organisatoren nun spekulieren, ob Movistar 2026 in O Gran Camiño wieder triumphieren kann, beruht die Frage auf mehr als nur einer Klassifizierung oder einem berühmten Trikot. Es geht um einen Abschied, um das letzte Mal, dass Alejandro Valverde als Profi gewonnen hat. Um das letzte Terrain, das „El Bala“ eroberte, wo er an einem Wochenende für die Ewigkeit zu sein schien.