Valencia zahrt ab: cömert-einsatz bringt mini-profit im wm-fieber
Einziger Hoffnungsschimmer für die Fans des FC Valencia beim Fußball-Weltpokal 2026: Eray Cömert, der zentrale Verteidiger, ist das einzige Mitglied des Kaders, das zumindest bis zum Vertragsende am 30. Juni vertreten sein wird. Doch der Gewinn für den Verein wird minimal und kompliziert.

Die komplizierte wm-ausschüttung für den fc valencia
Der Grund für diesen mageren Trost liegt in Cömerts vorherigen Leihen. Während er in der laufenden Saison im Trikot des Valencia spielt und somit offiziell mit dem Verein in Verbindung steht, verbrachte er die Saison 2024-25 auf Leihbasis beim Real Valladolid. Diese Tatsache hat direkte Auswirkungen auf die Auszahlung der FIFA-Prämie pro WM-Teilnehmer.
Die FIFA gewährt den Vereinen, die Spieler an die WM verleihen, eine tägliche Pauschale von 9.300 Euro, sobald der Spieler mit seinem Nationalteam in die Vorbereitung auf das Turnier einsteigt. Da Cömert bereits zwei Wochen vor Turnierbeginn mit der Schweizer Nationalmannschaft in die Vorbereitung eintrat, sind für den Verein bereits eine beträchtliche Summe von rund 240.000 Euro fällig. Allerdings wird diese Summe nun zu gleichen Teilen mit dem Real Valladolid geteilt, da Cömert dort in der vorherigen Saison unter Vertrag stand.
Valencia wird sich somit mit einem lächerlichen Anteil zufrieden geben müssen, der kaum die Hälfte des Gesamtbetrags ausmacht. Ein weiteres Hindernis ist, dass Valencia neben Cömert keinen weiteren Spieler in den WM-Kader entsenden konnte, weder Leihengänge noch Stammkräfte. Das bedeutet, dass der Verein keinen weiteren finanziellen Vorteil aus der WM ziehen kann.
Die Situation wirft ein tristes Licht auf die finanzielle Beteiligung des FC Valencia an der WM 2026. Es ist ein Zustand, der an die Situation bei der WM 1986 erinnert, als lediglich Wilmar Cabrera aus der Mannschaft in Mexiko vertreten war, bevor der Verein in die zweite Liga abstieg. Die Ironie liegt auf der Hand: Der Verein, der einst für seine glorreiche Vergangenheit bekannt war, muss sich nun mit einem kaum spürbaren finanziellen Gewinn bei einer der größten Fußballveranstaltungen der Welt begnügen.
