Valencia sondiert bei real madrid: joan martínez soll die abwehr retten

Der Valencia CF steht vor dem Start der Vorbereitung mit einer halb leeren Kiste da. Trainer Carlos Corberán wollte den Kader vor dem ersten Training festgezurrt haben – das war illusorisch. Eine Woche vor dem Anpfiff fehlen noch immer Schlüsselspieler, während andere ungewollt im Verein herumhängen. Das größte Loch klafft in der Abwehr.

Joan martínez: der vergessene mann aus der eigenen region

Joan Martínez ist kein Unbekannter für die Valencianer. Geboren in Alginet, durchlief er die Jugend des Lokalrivalen Levante, bevor Real Madrid ihn vor zwei Saisons abzweigte. Mit 18 Jahren hat der Innenverteidiger bereits unter Xabi Alonso und Arbeloa mit den Profis trainiert – trotz eines schweren Knieverletzung, die seine Entwicklung bremste.

Jetzt könnte der Weg zurückführen. Valencia ist zutiefst dezimiert: Mouctar Diakhaby und Cenk Özkacar fallen verletzt aus, letzterer soll ohnehin abgegeben werden. Verbleiben würden nur Cristhian Mosquera, der Neuzugang Maximilian De Haas und der unerfahrene Yarek Gasiorowski. Für einen Verein, der international spielen will, eine Zumutung.

Die madrid-connection: eine typische konstruktion

Die madrid-connection: eine typische konstruktion

Der Ansatz der Valencia-Verantwortlichen folgt einem bekannten Muster. Martínez besitzt einen Vertrag bis 2029, sein Marktwert ist überschaubar, seine Entwicklungsperspektive hoch. Valencia hat bei Real Madrid angeklopft – nicht um eine feste Verpflichtung, sondern um eine Leihe mit Kaufoption.

Lo que nadie cuenta es que Real Madrid bei solchen Deals stets einen Prozentsatz an den wirtschaftlichen Rechten behält. Das ist Standard bei Talenten aus La Fábrica. Der Spieler gewinnt Spielpraxis, der abgebende Club sichert sich das Aufwertungspotenzial. Für Martínez wäre Valencia die ideale Bühne: familiäre Nähe, garantierte Einsatzzeiten, ein Projekt mit Aufstiegscharme.

De momento, wie es im Fachjargon heißt, gibt es noch keine Einigung. Die Gespräche befinden sich im Sondierungsstadium. Aber das Interesse liegt auf dem Tisch, und bei Valencia tickt die Uhr lauter als in der Nachbarprovinz. Wenn nicht jetzt, wann dann?