Valencia: gegner vom banken holen die nerven!

Das Estadio de Mestalla bebt – und nicht im positiven Sinne. Der FC Valencia ist in dieser Saison zur Zielscheibe für Treffer von eingewechselten Spielern gegnerischer Mannschaften geworden. Eine erschreckende Statistik offenbart, dass fast ein Drittel aller Gegentore (15 von 48) durch Joker erzielt wurden. Das wirft Fragen nach der taktischen Flexibilität und der Defensivstabilität der Mannschaft auf.

Ein muster bei gegentoren aus der zweiten reihe

Die jüngsten Beispiele sind besonders bitter. Im Spiel gegen Girona, das zwar gewonnen wurde, erzielten Alejandro Francés und Joel Roca nur wenige Minuten nach ihrem Einwechslungs in der 61. Minute die Gegentore zum 2:1. Ein ähnliches Szenario ereignete sich gegen Elche, als Lucas Cepeda nach seiner Einwechslung in der 72. Minute in der 73. Minute per Einzelaktion den Siegtreffer markierte. Dabei profitierte er von der numerischen Unterlegenheit der Valencianer aufgrund einer Verletzung von Comert.

Die Tendenz setzt sich fort: Auch im Hinrundenspiel gegen Elche traf Diang bereits kurz nach seiner Einwechslung zum Ausgleich. Und das Celta Vigo profitierte ebenfalls von den Wechseln von Trainer Giráldez, wobei Fer López und Williot ihre Wirkung zeigten. Die Konsequenz: Valencia muss sich dringend fragen, wie man die eingewechselten Spieler der Gegner besser im Auge behält und ihre Gefahr neutralisiert.

Das debakel gegen oviedo: ein wendepunkt?

Das debakel gegen oviedo: ein wendepunkt?

Der Tiefpunkt war das Spiel gegen Oviedo am 30. September 2023. Nach einer Führung durch Danjuma, der leider einen Elfmeter verwarf, sorgten die eingewechselten Ilic und Rondón für die Wende und brachten Oviedo in Führung. Die Geschwindigkeit und Entschlossenheit der eingewechselten Spieler des Gegners waren schlichtweg beeindruckend und zeigten die Schwächen in der Abwehr der Hausherren auf.

Der FC Barcelona demonstrierte ebenfalls die Problematik: Raphinha und Lewandowski, beide nach der Pause eingewechselt, trafen innerhalb weniger Minuten und besiegelten die Niederlage. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Valencia ist anfällig für die taktischen Anpassungen der gegnerischen Trainer und die überraschende Gefahr, die von der Bank kommt.

Es bleibt abzuwarten, ob Trainer Baraja personelle oder taktische Anpassungen vornimmt, um diese Schwachstelle zu beheben. Denn eines ist klar: Wenn sich diese Entwicklung fortsetzt, könnte der Kampf um die europäischen Ränge für Valencia zu einem Albtraum werden.