Valencia basket: auf der jagd nach dem lang ersehnten copa-titel

Ein langer schatten der vergangenheit

Als Valencia Basket (damals Pamesa) 1998 seinen einzigen Copa del Rey Titel gewann, war Jaime Pradilla, heute ein Schlüsselspieler des Teams, erst drei Jahre alt. Und als ein Gastgeber das Turnier zuletzt gewann – Baskonia im Jahr 2002 – zählte er gerade einmal ein Jahr. Diese Zahlen verdeutlichen, wie schwierig es ist, diesen prestigeträchtigen Pokal zu gewinnen, wie Jaime Pradilla in einem Gespräch mit MARCA betont. Es sind langjährige Unglücksbewältigungen, die die Sterne des Turniers überdauern.

Heimvorteil und große ambitionen

Heimvorteil und große ambitionen

Valencia empfängt die Copa del Rey zum ersten Mal seit 2003 wieder in der Stadt. Zusammen mit Real Madrid gilt das Team als einer der großen Favoriten. Nach dem Gewinn der Supercopa Endesa zu Beginn der Saison will Valencia nun die Erwartungen übertreffen und den zweiten Titel des Jahres holen. Die Stärken des Teams sind unbestreitbar: ein kollektives Spiel, ein breiter Kader, ein hohes Tempo und eine starke physische Präsenz.

Pradillas schlüssel zum erfolg

Pradillas schlüssel zum erfolg

„Wir müssen weiterhin an das glauben, was wir tun“, erklärt Jaime Pradilla. „Unser Job ist es, unser Bestes zu geben und bis zum Schluss zu kämpfen, so wie wir es das ganze Jahr getan haben.“ Der Support der Fans in der Roig Arena, der neuen Spielstätte des Vereins, wird dabei eine entscheidende Rolle spielen.

Herausfordernde gegner und ein kürzlicher rückschlag

Herausfordernde gegner und ein kürzlicher rückschlag

In den Viertelfinalen trifft Valencia Basket auf Asisa Joventut. Die Katalanen gewannen das letzte Aufeinandertreffen vor zehn Tagen mit 90:87. „Es wird ein schwieriges Spiel“, warnt Pradilla. „Sie haben viel Talent auf der Point-Guard-Position und im Center. Spieler wie Ricky und Tomic sind absolute Topspieler, und wir werden uns streben müssen.“

Fokus auf die defensive

Fokus auf die defensive

„Wir müssen von Anfang an verstehen, dass dies kein gewöhnliches Ligaspiel ist, sondern ein Spiel auf Leben und Tod“, so Pradilla. „Wir müssen hart starten und uns besonders auf unsere Defensive konzentrieren. In einem so kurzen Turnier kann ein Fehler den Ausschluss bedeuten.“

Kein führungsspieler, sondern teamplayer

Pradilla erlebt aktuell seine beste Saison. Er ist neben Nate Reuvers der einzige Spieler, der in allen 20 Ligaspielen zum Einsatz kam, der zweitmeistgespielte Spieler und der wertvollste Spieler im Team. „Ich versuche, zum Wachstum des Teams beizutragen“, sagt er bescheiden. „Ich sehe mich nicht als Führungsspieler, sondern als jemand, der einfach nur hilft, so gut er kann, und im Moment läuft es gut.“

Die hoffnung auf den titel

Das Copa-Turnier im eigenen Haus bietet eine einzigartige Chance. „Ich hoffe es sehr!“, sagt Pradilla. „Es wäre etwas Unglaubliches.“ Auf die Frage, ob er eine Wette abschließen würde, winkt er ab: „Nein, nein, nein, das könnte man später bereuen.“ Die Chance, die lange Durststrecke zu beenden und den Copa-Titel nach Valencia zu holen, ist greifbar.