Upamecano enthüllt: so will frankreich haaland stoppen!
Boston – Der Name Erling Haaland löst in der Fußballwelt Kopfschmerzen aus. Doch Dayot Upamecano, französischer Verteidiger und Abwehrchef, scheint einen Plan zu haben, wie man den Torjäger von Manchester City eindämmen kann. Im Vorfeld des Duells gegen Norwegen in Boston gibt er Einblicke in seine Strategie – und die ist überraschend direkt.

Haalands schwächen: aus der komfortzone locken
„Haaland ist ein Spieler, den man immer im Auge behalten muss“, erklärt Upamecano gegenüber L'Équipe. „Es geht darum, seine Position zu kennen, aber gleichzeitig den Ball nicht aus den Augen zu lassen, denn Haaland bewegt sich in Abhängigkeit vom Ball.“ Die Schlüsselworte lauten also: Konzentration und Antizipation. Der Franzose weiß, dass Haaland mit seiner unglaublichen Geschwindigkeit – vergleichbar mit Mbappé – in Sekundenschnelle die Richtung ändern kann. Daher gilt es, ihn früh aus seiner gewohnten Position zu locken und ihm den Winkel zum Tor zu verwehren.
„Er ist physisch stark und mag den Körperkontakt“, so Upamecano. „Ein Duell im Luftraum ist ebenfalls gefährlich, daher muss man ihn dort verdoppeln – ein Spieler vorne, ein Spieler hinten.“ Doch die wichtigste Devise lautet: Abstand halten. „Nicht zu nah stehen und die Konzentration hochhalten. Er bestraft jede noch so kleine Unachtsamkeit.“ Ein Lehrbeispiel dafür lieferte das Hinspiel gegen Manchester City, wo Haaland nach wenigen Ballkontakten bereits traf.
Die Taktik im Detail: Weniger Ballbesitz, mehr Druck
Upamecano betont, dass Haaland kein Spieler ist, der den Ball oft berührt. Seine Stärke liegt in wenigen, dafür aber präzisen Aktionen. „Man muss sich gut positionieren, den Ball und Haaland im Blick haben. Verliert man ihn aus den Augen, ist es schwer, ihn noch zu erreichen.“ Es geht darum, ihn zu zwingen, sich nach außen zu orientieren, und ihm so die Möglichkeit zu nehmen, in gefährlichen Zonen zum Abschluss zu kommen.
Ob Upamecano tatsächlich in der Startelf stehen wird, ist ungewiss. Trainer Deschamps, der aufgrund einer Familienangelegenheit in Frankreich weilt, könnte ihm eine Pause gönnen und stattdessen Konaté als Innenverteidiger neben Saliba sehen lassen. Doch Upamecano ist vorbereitet. „Ich habe fast 200 Spiele für Bayern und 40 für die Nationalmannschaft absolviert. Ich bin reifer denn je für diese Herausforderung.“
Und ein letzter Tipp: „Haaland redet nicht mit Verteidigern – und ich auch nicht. Selbst wenn mich jemand anspricht, tue ich so, als hätte ich es nicht gehört.“ Ein Zeichen dafür, dass Upamecano sich voll und ganz auf die Aufgabe konzentriert. Die Fans dürfen gespannt sein, ob seine Strategie gegen den norwegischen Superstar aufgeht.
