Riera-effekt bei der eintracht: mehr ballbesitz und neue dominanz – aber noch keine tore

Erster eindruck bestätigt: rieras ansatz zeigt wirkung

Der neue Trainer der Eintracht Frankfurt, Albert Riera, hat bereits im ersten Spiel seine taktlichen Vorstellungen erkennen lassen. Trotz eines 1:1-Unentschiedens gegen Union Berlinzeigte er sich zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. Die Freude war ihm anzusehen, und er lobte das variable und dominante Spiel seiner Spieler. Er registrierte eine neue Energie und Selbstsicherheit, die dem Team in den letzten Spielen gefehlt hatte.

Defensive stabilität als priorität? nicht unter riera

Defensive stabilität als priorität? nicht unter riera

Als Riera sein Amt antrat, war klar, dass die defensive Anfälligkeit der SGE behoben werden musste. Nach der Winterpause hatte die Eintracht in fünf Bundesliga-Spielen jeweils drei Gegentore kassiert. Doch unter dem neuen Trainer änderte sich der Ansatz – weg von der reinen Defensivarbeit, hin zu einem ballbesitzorientierten Spiel. Die Frankfurter hatten gegen Union 73 Prozent Ballbesitz.

Spieler genießen die neue freiheit

Spieler genießen die neue freiheit

Riera betonte, dass das Team lange nicht mehr so dominant auf dem Platz gestanden habe. "Ich habe in ihren Gesichtern gesehen: Sie haben es genossen, sie haben es genossen zu spielen, sich als Boss des Spiels zu fühlen, der Protagonist zu sein, dominant zu sein", sagte er im Sky-Interview. Diese neue Freiheit und das Selbstvertrauen scheinen den Spielern gutzutun, auch wenn es noch nicht zu einem klaren Sieg geführt hat.

Variable taktik als schlüssel zum erfolg

Variable taktik als schlüssel zum erfolg

Die Überlegenheit der Eintracht beruhte auch auf der ungewöhnlichen Taktik von Union Berlin, die den Frankfurtern den Ball überließen. Entscheidend war aber auch die hohe Variabilität der SGE. Rasmus Kristensen und Nathaniel Brown agierten als Außenverteidiger unterschiedlich – der eine rückte ins Zentrum, der andere schob hoch. Auch Mario Götze pendelte zwischen Flügel und Zentrum und sorgte für Unberechenbarkeit.

Fehlende durchschlagskraft im angriff

Fehlende durchschlagskraft im angriff

Trotz des dominanten Spiels fehlte der Eintracht im letzten Drittel die nötige Durchschlagskraft. Es mangelte an klaren Torchancen und der Umsetzung des Ballbesitzes in gefährliche Aktionen. Riera erkannte dies, betonte aber, dass der Ballbesitz dem Gegner die Möglichkeit nahm, selbst gefährlich zu werden. "Wenn ich den Ball habe, hat der Gegner den Ball nicht. Ich kann ihn verletzen, aber er mich nicht.", so der Trainer.

Individueller fehler führt zum ausgleich

Der Ausgleichstreffer fiel durch einen unnötigen Elfmeter, den Oscar Höjlund verursachte, als er Rani Khedira im Strafraum zu Fall brachte. Riera nahm den Fehler sportlich und betonte die Bedeutung einer offenen Fehlerkultur im Team. "Er hat sich in der Kabine entschuldigt, weil er den Fehler kennt, den er gemacht hat. Wenn du den Grund kennst und den Fehler kennst, den du machst, kannst du ihn lösen.", erklärte er.

Blick nach vorn: nächstes spiel gegen gladbach

Riera konzentriert sich auf die positiven Aspekte und blickt optimistisch in die Zukunft. Er ist überzeugt, dass die Ergebnisse bald kommen werden. Das nächste Spiel gegen Borussia Mönchengladbach bietet die Chance, im ersten Heimspiel unter seiner Leitung einen Sieg einzufahren. Er sieht viele gute Ansätze und glaubt an die Entwicklung des Teams.