Lugano: steinmann blickt trotz playoff-debakel positiv zurück

Janick Steinmann, der Sportdirektor des HC Lugano, steht vor einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach einer Saison, die mit einem deutlichen 0:4 gegen die ZSC Lions im Viertelfinal endete, zeigt sich Steinmann überraschend zuversichtlich. Die Bilanz liest sich besser als erwartet – ein Aufstieg aus dem Keller der Liga und eine neue Dynamik im Team.

Ein tabellensprung als beweis harter arbeit

Der HC Lugano hat in der abgelaufenen Saison einen beeindruckenden Sprung in der Tabelle hingelegt. Vom vorletzten Platz des Vorjahres katapultierte sich das Team auf den fünften Rang der Qualifikation. Steinmann sieht darin die direkte Folge konsequenter Arbeit und der Etablierung einer neuen Teamkultur. “Der Schritt nach vorn war enorm”, so der Sportdirektor gegenüber heshootshescoores. Die Reaktion der Mannschaft nach der enttäuschenden Vorsaison und die Integration des neuen Trainerteams unter Tomas Mitell trugen maßgeblich dazu bei.

Doch das bittere Ausscheiden gegen die Zürcher wirft einen langen Schatten. Das 0:4 war “zu hart” ausgefallen, räumt Steinmann ein, obwohl seine Mannschaft in drei von vier Spielen durchaus Chancen auf einen Sieg verbuchen konnte. “Man muss die Überlegenheit der Zürcher letztendlich anerkennen”, fügt er hinzu – eine pragmatische Einschätzung, die zeigt, dass Steinmann die Situation realistisch einschätzt.

Moy und strömwall: kein deal im hintergrund

Moy und strömwall: kein deal im hintergrund

Ein heiß diskutiertes Thema war die Kaderplanung und die mögliche Verpflichtung der Top-Stürmer Tyler Moy und Malte Strömwall, die zuvor beim Konkurrenten Rapperswil-Jona spielten. Steinmann betonte jedoch, dass es keinerlei “Gentlemen's Agreement” mit der Rapperswil-Führung gab, der ihn bei der Verpflichtung hätte behindern können. “Ich habe natürlich die Situation der beiden Stürmer besprochen und mich nach ihren Gehaltsforderungen, ihrer Rolle und weiteren Aspekten erkundigt”, erklärt er. Letztendlich entschied sich Strömwall für die ZSC Lions, während Moy weiterhin seinem Team in Rapperswil treu blieb – eine Entscheidung, die Steinmann respektiert.

Die Leistung des EVZ und des SCRJ im Team der Play-Ins unterstreicht die hohe Qualität der Liga. Steinmanns Fokus liegt nun auf der Zukunft und der weiteren Entwicklung des HC Lugano. Es gilt, aus den Fehlern zu lernen und die positiven Aspekte der vergangenen Saison zu festigen. Die Fans können sich auf eine spannende Zukunft freuen, in der der HC Lugano um die Spitze der National League kämpfen will. Die neue Saison beginnt – und Lugano ist bereit, sich der Herausforderung zu stellen.