Fc bayern münchen scheitert erneut im pokal-halbfinale – tarlac analysiert
Enttäuschung nach dem aus gegen bamberg
Die Basketballer des FC Bayern München sind imBBL-Pokal erneut überraschend im Halbfinale gescheitert. Nach der 97:103-Niederlage gegen den späteren Champion Bamberg zeigte sich Sportdirektor Dragan Tarlac enttäuscht, betonte aber, dass die Saison noch nicht abgeschlossen sei. Der Fokus liege nun auf der Bundesliga.

Tarlac: titelchance verpasst, analyse notwendig
„Es war klar eines unserer Saisonziele, den Pokal zu gewinnen. Deshalb sind wir natürlich sehr enttäuscht“, sagte der Serbe auf Anfrage von SPORT1 am Rande des Finals zwischen Alba Berlin undBamberg (74:72). „Um die Saison bewerten zu können, müssen wir aber noch die Bundesliga abwarten.“ Er wies darauf hin, dass das Top-Four-Turnier jedem Team die gleiche Chance bietet.
„Jeder kann jeden schlagen“
Tarlac betonte die Unvorhersehbarkeit des Formats: „Deswegen wird dieses Format auch niemals abgeschafft werden, auch nicht in der EuroLeague.“ Er fuhr fort: „Da spielen so viele Faktoren rein: frischere Beine, mehr Energie, größere Motivation. Es kann wirklich jeder jeden schlagen. Das mussten wir leider auch feststellen.“
Schwäche in der offensive und defensive
Die Bayern hatten im vierten Viertel noch einen Vorsprung von sieben Punkten, mussten aber in die Verlängerung gerettet werden. „Wir waren vom Start des Spiels nicht bereit und nicht im Spiel“, kritisierte Tarlac. „Wir haben nicht genug Charakter gezeigt, speziell defensiven Charakter. Das hat uns ganz speziell in der Verlängerung gefehlt. Da 20 Punkte zu kassieren - das ist nicht unsere Defensive, die uns eigentlich auszeichnet.“
Fehlende „gewinner-mentalität“?
Tarlac ergänzte, dass ein Turniergewinn eine „Gewinner-Mentalität“ erfordere. „Eigentlich haben wir genug davon. Eigentlich hätten unsere zwölf Spieler genug Qualität haben müssen, um den Pokal zu gewinnen.“ Er räumte ein, dass es einen Lernprozess hätte geben sollen im Vergleich zum Vorjahr, als man gegen Weißenfels scheiterte.
Verbesserung unter pesic, analyse der leistung
„Eigentlich sollte es immer einen Lernprozess geben, da stimme ich zu. Trotzdem spielen wir aktuell schon ganz anders und deutlich verbessert, seitdem wir den Trainerwechsel zu Coach Pesic vollzogen haben.“ Die Münchner hätten zuletzt in der EuroLeague und BBL eine starke Phase gehabt, sagte er. Eine Analyse der Leistung sei notwendig. „Natürlich müssen wir auch die Leistung von Bamberg anerkennen. Aber: Wir wollten das Spiel bestimmen und den Rhythmus des Spiels vorgeben und das ist uns zu keiner Zeit gelungen.“
Kein zusätzlicher druck trotz pokal-aus
Die erneute Pokal-Enttäuschung bringe keinen zusätzlichen Druck mit sich. „Es wird nicht schwerer sein als in der letzten Saison. Da hatten wir eine ähnliche Situation“, meinte Tarlac. „Ich vertraue weiter in die Erfahrung und die Qualität unserer Spieler. Unser Fokus muss jetzt auf jedem Spiel sein, auch in der EuroLeague, wo wir kein Spiel abschenken werden.“ Selbst wenn die Play-ins nur noch theoretisch erreichbar seien, wolle man alles versuchen.
