The killers zünden den champions-league-fuse vor dem finale in budapest
Budapest wird am 30. Mai nicht nur das Epizentrum des europäischen Klubfußballs, sondern auch eine Bühne für den perfekten Soundtrack zum größten Spiel des Jahres. Die UEFA bestätigte am Donnerstag, dass The Killers vor dem Anpfiff des Champions-League-Finales die Puskás Aréna zum Kochen bringen werden.

Brandon flowers und co. übernehmen das warm-up
„Es ist uns eine Ehre, die unglaublichen Teams und Spieler bei einem Spiel zu feiern, das zweifellos ein episches Match werden wird“, ließ Frontmann Brandon Flowers in einem Statement verlauten. Die Wahl fiel auf die US-Rocker, weil ihre Hits wie Mr. Brightside oder When You Were Young seit Jahren die Tribünen der Alten Welt beschallen – ein Refrain, der sich perfekt in die Choreografie aus Schweiß, Tränen und Trophäen einfügt.
Ein Jahr zuvor heizten Linkin Park in München der Münchner Luft bereits vor dem ersten Pfiff ein; PSG krönte sich danach zum ersten Mal zum König Europas. Nun hofft der Rekordmeister Bayern München, dass die Las-Vegas-Powerchords ihm den nötigen Schwung geben, endlich wieder den Henkelpott zu ergattern. Die Bayern stehen vor dem eigenen Anspruch, nach drei verpassten Finals wieder obenauf zu landen – und die Killer-Songs sollen dabei der ideale Auftakt sein.
Die UEFA setzt damit ein Signal: Das Finale ist längst mehr als 90 Minuten Fußball. Es ist ein Pop-Event, ein globales Fernsehspektakel, ein Kulturbollwerk. Tickets für das Konzert gibt es nicht – wer ins Stadion will, braucht ein Finalticket. Die Show startet rund 30 Minuten vor dem Anpfiff, pünktlich, wenn die ersten Nerven der Spieler zu zittern beginnen.
Die Entscheidung, The Killers zu buchen, war kein Zufall. Die Band verkaufte allein in Europa in den letzten zwölf Monaten über eine Million Konzertkarten. Ihre Mischung aus New-Wave-Nostalgie und Arena-Rock passt ins UEFA-Marketingkonzept, das seit Jahren versucht, den Sport jenseits der harten Fans zu vermarkten. Ein Auftritt vor 70.000 Zuschauern plus Milliardenpublikum vor den Bildschirmen ist für die Musiker ein Geschenk – und für die UEFA ein Garant für Social-Media-Hype.
Für Budapests Tourismusbranche bedeutet das Finale einen weiteren Glücksfall. Hotels sind bereits zu 95 Prozent ausgebucht, die Flugpreise explodierten innerhalb von Stunden. Die Stadt wird zur Fußball-Hauptstadt Europas – und The Killers liefern die Hymne dafür.
Am Ende zählt nur eins: Wer nach dem letzten Akkord noch still sitzt, hat das Spiel nicht verstanden. Die Killers werden die Bühne verlassen, der Schiedsrichter wird pfeifen, und dann entscheidet sich, ob Bayerns Müller und Co. endlich wieder jubeln können. Die Show ist gratis – der Pokal kostet Tränen.
