Stromboli-party: jagger und hollywood-stars von polizei gestoppt!

Ein rauschendes Abschlussfest für den Film „Drei inzestuöse Schwestern“ auf der Vulkaninsel Stromboli ist am Mittwochabend in einem überraschenden Polizeieinsatz geendet. Mick Jagger, der im Film eine Rolle spielt, feierte mit einem Staraufgebot, darunter Dakota Johnson und Isabella Rossellini, bis die Ordnung wiederhergestellt werden musste.

Ein verstoß gegen die kommunale ruhezeit

Die Party, die in einem Lokal stattfand, geriet ins Stocken, als die Carabinieri aufgrund von Beschwerden von Anwohnern eingriffen. Grund war eine kommunale Verordnung, die den Einsatz von Musik nach 24:00 Uhr verbietet, um die öffentliche Ruhe zu gewährleisten. Obwohl die Beamten vor Ort keine übermäßige Ruhestörung feststellten – die Musik kam lediglich von einem kleinen Lautsprecher – mussten sie die Feierlichkeiten dennoch beenden.

Das Aufgebot war beeindruckend: Neben dem legendären Mick Jagger, der als Leuchtturmwärter in „Drei inzestuöse Schwestern“ zu sehen ist, nahmen auch Stars wie Dakota Johnson, Saoirse Ronan, Jessie Buckley, Josh O'Connor und die elegante Isabella Rossellini an der Feier teil. Die Anwesenheit dieser internationalen Prominenz hätte eigentlich für eine unvergessliche Nacht sorgen sollen.

Entschuldigung und einladung von den äolischen inseln

Entschuldigung und einladung von den äolischen inseln

Die Brand Eolie, die für das Tourismusmarketing der Inselgruppe zuständig ist, reagierte prompt mit einer öffentlichen Entschuldigung. Ein Sprecher erklärte, man bedauere den Vorfall zutiefst und entschuldige sich im Namen der gesamten Eolischen Gemeinschaft. Allerdings betonte er auch, dass man sich nicht in die Details der kommunalen Verordnung einmischen werde. Stattdessen richtete man eine offizielle Einladung an Mick Jagger aus: „Wir laden Mike Jagger herzlich ein, uns als unseren Gast zu besuchen. Er kann selbst wählen, wie er anreist, welche Insel er bevorzugt und wann er kommen möchte – wir sind bereit, ihm einen weiteren unvergesslichen Abend zu bereiten.“

Ein schlag für das image der insel?

Ein schlag für das image der insel?

Rosa Oliva, Präsidentin der Pro Loco „Amo Stromboli“, kritisierte den Vorfall scharf und betonte den Imageschaden für die Insel. „Es ist ein weiteres Zeichen dafür, dass ein Gebiet, das nach einem harten Winter mit erheblichen Mängeln und Vernachlässigung zu kämpfen hat, auch in seinen Momenten der Zusammengehörigkeit und Sichtbarkeit benachteiligt wird“, so Oliva. Sie erinnerte daran, dass der Tourismus die Lebensgrundlage der Inseln darstellt und forderte mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Gemeinschaft.

Die Episode hat nicht nur die Insel in Aufruhr versetzt, sondern auch eine breitere Debatte über das Management des Tourismus und das Image der Äolischen Inseln ausgelöst. Die Frage, wie man die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung mit dem Wunsch nach internationaler Bekanntheit in Einklang bringen kann, bleibt weiterhin eine Herausforderung.