Krieg im glamour-zelt: mussolini und volpe liefern sich im tv ein hässliches duell

Der Grande Fratello VIP wird zur Schlammschlacht. Adriana Volpe und Alessandra Mussolini lassen keine Fetzen mehr fallen, Ibiza Altea steht wegen rassistischer Entgleisungen am Pranger. Die Quoten stürzen, die Zuschauer schalten ab – und die Moderation wirkt machtlos.

Warum die show vorzeitig abgesetzt werden könnte

Warum die show vorzeitig abgesetzt werden könnte

Laut AGF lagen die Einschaltquoten am 27. März bei gerade mal 1,706 Millionen Zuschauern – 14,8 Prozent Marktanteil. Das ist ein Minus von fast drei Prozent innerhalb einer Woche. Das Format, das einst acht Millionen Italien vor die Mattscheibe zog, droht zur Nische zu verkommen.

Die Schuldigen liefert das Programm selbst. Volpe und Mussolini eskalieren in jeder Primetime, sodass sogar das Netzwerk interner Psychologen die Deeskalation aufgab. Dabei war der Plan simpel: Statt gegen die Nations-League-Partita der Squadra Azzurra zu konkurrieren, verlegte Mediaset die Sendung auf Montag. Das Experiment scheiterte.

Ibiza Altea steht besonders stark unter Druck. Nachdem sie Blu Barbara Prezia als „clandestina“ bezeichnet hatte, flatterte eine Petition mit 40.000 Unterschriften ins Studio. Produktionsfirma Endemol prüft laut interner Mail ein „parametrisiertes Vorgehen“, also eine mögliche Disqualifikation. Die Entscheidung fällt vor der Live-Show.

Die acht Kandidierenden für das nächste Aus stehen fest: Volpe, Mussolini, Antonella Elia, Francesca Manzini, Giovanni Calvario, Altea, Lucia Ilardo, Marco Berry und Raul Dumitras. Wer geht, wer bleibt, entscheidet das Publikum per Televoting. Bei so vielen Kontrahenten droht ein Mehrfach-Aus, sollte die Quote weiter sinken.

Die Moderatorin Ilary Blasi versucht, mit Hauruck-Interviews die Spannung hochzokkeln. Doch selbst der angekündigte Besuch der Kinder – kleine Giselle für Volpe, die drei Söhne für Mussolini – wirkt wie ein letzter Rettungsring, der bereits Wasser zieht.

Die Rechnung ist schnell gemacht: Sinkt der Marktanteil unter zwölf Prozent, kostet jede weitere Episode mehr, als sie einbringt. Dann zieht der Sender lieber eine alte Telenovela nach – und die ehemaligen VIPs dürfen in Isolation weiterschnattern, diesmal aber ohne Kameras.