Güler-ausbruch: real-star rastet nach schiri – und wird rot!
München tobte, und mitten im Chaos stand Arda Güler, ein Bild der Enttäuschung und Wut. Der türkische Youngster, gerade erst eingewechselt, verpasste es Real Madrid im Champions-League-Viertelfinale gegen den FC Bayern, doch sein Verhalten nach dem Schlusspfiff wird in aller Munde sein.
Ein historischer abend, der aus dem ruder lief
Bis zu diesem Moment schien es, als würde Güler Madrid ins Halbfinale katapultieren. Mit seinen beiden Toren, darunter ein unglaublicher Freistoß, hatte er nicht nur die Hoffnung neu entfacht, sondern auch Rekorde gebrochen. Allein die Tatsache, dass er bereits nach 35 Sekunden traf, markierte einen doppelten historischen Moment für die Königlichen und gleichzeitig den frühesten Gegentreffer für die Bayern in der Champions League. Manuel Neuer, der im Hinspiel noch glänzte, räumte ein, dass er den Treffer mit einem „Schweineball“ eingeleitet hatte, lobte aber gleichzeitig Gülers blitzschnelle Reaktion.
Der Freistoß zur 2:1-Führung war der nächste Geniestreich des 21-Jährigen. Peter Schmeichel bei CBS nannte ihn „sehr gut“, während Neuer betonte, dass es eine unglaubliche Parade gewesen wäre, hätte er den Ball gehalten. Güler wurde damit zum jüngsten Spieler, der in der K.o.-Phase der Königsklasse ein direktes Freistoßtor erzielte, und übertraf sogar Mesut Özil als jüngsten Freistoßschützen für die Madrilenen in der Champions League.

Die eskalation nach der niederlage
Doch dann kam das Ende. Nach dem umstrittenen Platzverweis von Eduardo Camavinga und den späten Toren von Luis Díaz und Michael Olise für die Bayern, brach die Frustration bei den Madrilenen herein. Und Güler war derjenige, der sie am lautesten zum Ausdruck brachte. Er rannte auf Schiedsrichter Slavko Vincic zu, um ihm seine Wut mitzuteilen. Gelb war die erste Konsequenz, doch der aufgebrachte Youngster ließ nicht locker. Trotz der Versuche seiner Teamkollegen und Staffmitglieder, ihn zurückzuziehen, bahnte sich Güler immer wieder seinen Weg zum Unparteiischen. Der endgültige Auslöser war der zweite Gelbe Karton – und damit die Gelb-Rote Karte – unmittelbar vor dem Gang in die Katakomben.
„Das ist nicht das, wie es hätte sein sollen. Es tut uns sehr leid. Wir werden zurückkommen. Hala Madrid“, schrieb Güler anschließend bei Instagram, ein Schwarz-Weiß-Bild der Enttäuschung begleitend. Die Enttäuschung war greifbar, doch das Verhalten des jungen Stars wird lange nachhallen.
Thierry Henry, der bei CBS schwärmte: „Arda Güler spielt nicht nur Fußball. Er übernimmt Verantwortung. Er ist zweifellos weltklasse.“ Worte, die auch im türkischen Volk für Stolz sorgen dürften, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehende WM im Sommer.
Die Frage, die nun im Raum steht, ist nicht, ob Real Madrid zurückkommen wird, sondern ob Arda Güler aus dieser bitteren Erfahrung gestärkt hervorgehen und seine Wut in Leistung umwandeln kann. Denn eines ist klar: Dieser Abend in München wird er so schnell nicht vergessen – und er wird ihn zweifellos prägen.
