Bayern holt scouting-expertin eriksson: südamerika im fokus!
München – Ein überraschender Schachzug am Trainingsgelände des FC Bayern: Magdalena Eriksson, die schwedische Abwehrspielerin und Double-Gewinnerin mit den Münchnerinnen, wird künftig als Teilzeit-Scoutin für den Rekordmeister arbeiten. Nicht für skandinavische Talente, wie man vielleicht vermuten würde, sondern für den boomenden südamerikanischen Fußballmarkt.

Eriksson: vom spielfeld ins scouting-büro
Die 32-Jährige selbst verriet im Gespräch mit dem skandinavischen Sender Viaplay, dass der Kontakt von Chefscout Christoph Kresse vor rund einem Jahr erfolgte. „Ich erhielt eine E-Mail, die mich zunächst irritierte, aber das Angebot war sehr reizvoll“, erklärte Eriksson. Ein Interessenkonflikt mit ihrer Rolle als Spielerin würde, ihrer Meinung nach, entstehen, wenn sie skandinavische Spielerinnen sichten würde. Der Fokus auf Südamerika ermöglicht ihr, ihr Fachwissen auf eine spannende und neue Weise einzubringen.
Bianca Rech, Klubdirektorin des FC Bayern, bestätigte Erikssons Engagement und betonte die strategische Bedeutung dieser Verpflichtung. „Es ist uns wichtig, dass sich unsere Spielerinnen bereits während ihrer Karriere mit ihrer Zukunft auseinandersetzen. Das Mentoring-Programm ‚EmpowerHer‘, das wir vor zwei Jahren ins Leben gerufen haben, unterstützt diesen Prozess“, so Rech. Eriksson sei eine „professionelle Persönlichkeit auf und neben dem Platz“ und bringe ein „außergewöhnliches taktisches Verständnis“ mit.
Doch Eriksson ist nicht die erste Spielerin des FC Bayern, die sich in ähnlicher Weise weiterbildet. Nina Aigner, Nicole Rolser, Kathleen Krüger, Jana Kappes und Clara Schöne sind nur einige Beispiele für Spielerinnen, die nach ihrer aktiven Karriere neue Wege gehen. Der FC Bayern setzt offensichtlich auf die Expertise seiner Spielerinnen, um den Verein auch außerhalb des Spielfelds zu stärken.
Die Entscheidung von Eriksson zeigt, dass der FC Bayern bereit ist, neue Wege zu gehen und das Potenzial seiner Spielerinnen voll auszuschöpfen. Die Augen sind nun auf den südamerikanischen Markt gerichtet – und auf die Erkenntnisse, die Eriksson dort gewinnen wird. Die Frage ist: Welche Spieler werden demnächst in München auf der Liste stehen?
