Union berlin verschenkt punkt in dramatischer nachspielzeit
Gladbach hat in der Nachspielzeit ein glückliches 1:0 gegen Union Berlin gesichert. Ein fragwürdiger Elfmeter entschied das Spiel, nachdem Union über weite Strecken defensiv stand und kaum Offensivaktionen zeigte.

Die eisernen verteidigung bricht spät
Die Partie im Borussia-Park war von Beginn an ein Abtasten. Union Berlin, bekannt für seine solide Defensive, stellte sich tief und versuchte, Gladbach zu frustrieren. Die Fohlen hatten zwar mehr Ballbesitz, fanden aber kaum Mittel gegen die gut organisierte Abwehr der Gäste. Besonders Kevin Diks von Gladbach verpasste in der ersten Halbzeit eine hochkarätige Chance, als er nach einer Parade von Rönnow den Ball über die Latte köpfte.
Die zweite Hälfte bot wenig Spektakel. Gladbach erhöhte den Druck, doch Unions Abwehr hielt weitestgehend stand. In der 65. Minute jubelten die Hausherren, doch der Treffer zählte aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht. Dann, in der Nachspielzeit, die entscheidende Szene: Stanley Nsoki wurde im Strafraum gefoult, der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Ausgerechnet Kevin Diks, der zuvor noch eine große Chance vergeben hatte, verwandelte sicher zum 1:0.
Die Reaktion von Unions Trainer Steffen Baumgart dürfte wenig diplomatisch ausfallen. Die Art und Weise, wie das Tor fiel, wirft Fragen auf. Auch die Leistung seiner Mannschaft war weit entfernt von dem, was man von Union Berlin erwartet. Eine passive Spielweise und fehlende Offensivaktionen machten es Gladbach leicht, die drei Punkte zu Hause zu behalten.
Rocco Reitz, Gladbachs Kapitän, sorgte zudem für Aufsehen, als er in der 24. Minute eine Schwalbe versuchte und dafür zurecht die Gelbe Karte sah. Ein kleiner Aufreger in einem ansonsten zähen Spiel.
Mit nun 39 Jahren bestritt Christopher Trimmel sein Bundesliga-Spiel und ist damit der zehnte Feldspieler, der dieses Alter in der höchsten deutschen Spielklasse erreicht. Ein bemerkenswerter Rekord, der jedoch den bitteren Geschmack der Niederlage nicht überdecken kann.
