Union berlin: schiedsrichter klärt umstrittene abseitssituation auf!

Berlin brodelt nach dem 2:2 gegen Köln – und das nicht nur wegen des schmeichelhaften Unentschiedens. Im Fokus steht eine strittige Abseitssituation, die zum 1:0 der Eisernen führte. Schiedsrichter Daniel Schlager hat nun in einer Erklärung Licht ins Dunkel gebracht und die Augenbrauen vieler Fans hochgehen lassen.

Die situation im detail: el malas fragwürdiger pass

Die situation im detail: el malas fragwürdiger pass

Die 33. Minute: Kristoffer Lund spielt einen Steilpass, Said El Mala, der sich im Abseits befindet, eilt an den Ball. Doch anstatt selbst abzuschließen, leitet er den Ball zu Jakub Kaminski weiter. Ein reguläres Tor? Nicht ganz, wie Schlager erklärte.

„Damit eine strafbare Abseitsposition vorliegt, müssen drei Kriterien erfüllt sein…“, begann der Unparteiische seine Ausführung im Sky-Interview. El Mala spielte den Ball nicht, befand sich nicht in einem Zweikampf um den Ball und beeinflusste den Gegenspieler ebenfalls nicht. Eine plausible Begründung, die jedoch viele Fragen offen ließ.

Das eigentliche Problem lag in der Entscheidung des Linienrichters, der fälschlicherweise die Fahne hob – obwohl kein Pfiff erfolgte. Ein regeltechnisch möglicher, aber äußerst irritierender Moment für die Abwehr des 1. FC Union Berlin. „Das ist natürlich ein Thema, das wir aufarbeiten. Da kam die Fahne in dem Moment etwas zu früh“, räumte Schlager ein. Die Einführung des Video-Assistenten (VAR) hat die Praxis verändert: Abseitsfahnen sollen erst nach Abpfiff des Angriffs gehisst werden, um möglicherweise korrekte Tore nachträglich anzuerkennen. In diesem Fall lief der Ablauf eben nicht optimal.

Schlager betonte, dass der Linienrichter davon ausging, El Mala würde den Ball spielen, den zusätzlichen Spieler, der sich anschloss, jedoch übersehen hatte. „Deshalb habe ich ihm gesagt, 'das ist für mich keine strafbare Abseitsposition'.“ Ein ärgerliches Missverständnis, das den Spielverlauf beeinflusste, aber letztlich nicht das Happy End für Union Berlin verhinderte.

Die Eisernen zeigten Moral und kämpften sich dank eines Kopfballs von Tom Rothe und einem Traumtor von Livan Burcus zurück ins Spiel. Nun sind sie dem Klassenerhalt einen großen Schritt näher. Sollten weder St. Pauli noch Wolfsburg am Sonntag gewinnen, ist der Ligaverbleib für Union Berlin bereits so gut wie sicher. Ein Teuerpunkt für die Fans, aber ein Beweis für den unbändigen Willen der Mannschaft.