Unicaja: suche nach navarros nachfolger – laso im fokus?
Malaga – Der Abschied von Ibon Navarro hinterlässt eine deutliche Lücke beim Unicaja. Nach 13 Jahren und zahlreichen Erfolgen hat der Trainer sein Rücktritt angekündigt, was den Verein vor eine strategische Herausforderung stellt. Die Suche nach einem würdigen Nachfolger hat bereits begonnen, und die Verantwortlichen scheinen sich auf eine spannende Auswahl an Kandidaten festzulegen.

Drei nationale anwärter im visier
Sportdirektor Juanma Rodríguez hat offenbar ein klares Profil für den neuen Coach: Erfahrung in der Liga Endesa ist dabei entscheidend. Drei Namen stehen dabei besonders im Fokus: Moncho Fernández, aktuell Coach des Bàsquet Girona, Gerard Encuentra vom Hiopos Lleida und Jaume Ponsarnau, der das Surne Bilbao Basket leitet. Fernández und Encuentra verfügen über Ausstiegsklauseln, die einen Wechsel nach Malaga erleichtern würden. Ponsarnaus Situation ist hingegen deutlich komplexer, da er erst kürzlich bis 2029 verlängert wurde und keine Ausstiegsklausel besitzt – ein Wechsel nach Bilbao scheint ausgeschlossen.
Pablo Laso: Der Medien-Magnet
Parallel dazu rückt eine Option ins Spiel, die für ordentlich Schlagzeilen sorgen könnte: Pablo Laso. Der erfahrene Coach könnte in den kommenden Wochen bei Anadolu Efes Istanbul frei werden, wo Luca Banchi als Nachfolger von Laso gehandelt wird. Mit seinem beeindruckenden Palmarès in Europa und seinem starken Medienruf könnte Laso dem Unicaja in einem Jubiläumsjahr (50-jähriges Bestehen des Vereins) einen enormen Schub verleihen. Die Erfahrung und das Lidernship des ehemaligen Real Madrid Trainers wären eine Bereicherung.
Weitere Optionen, wie Veljko Mrsic, der bereits als Spieler in Malaga aktiv war, und Álex Mumbrú, der aktuell die deutsche Nationalmannschaft trainiert, werden ebenfalls in Betracht gezogen. Mrsic kennt den Verein bestens und Mumbrú vereint seine Tätigkeit als Bundestrainer mit seiner Erfahrung an den Seitenlinien von Bilbao und Valencia. Seine Kandidatur wird allerdings nicht als eine der Prioritäten angesehen. Die Verhandlungen gestalten sich kompliziert.
Die kommenden Tage werden entscheidend für den Unicaja sein. Angesichts der Vielzahl an interessanten Kandidaten und dem klaren Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit des Projekts zu erhalten, muss der Verein die richtige Entscheidung treffen – eine Entscheidung, die den großen Fußabdruck von Ibon Navarro würdigt, dessen Fortsetzung bis vor Kurzem die naheliegendste Option war.
