Unicaja kämpft sich in die final four – dramatik pur in berlin!

Berlin brodelte, die Spannung war kaum auszuhalten: Das Unicaja Málaga hat sich in einem packenden, nervenaufreibenden Duell gegen das ALBA Berlin die Qualifikation für die Final Four der Basketball Champions League gesichert. Nach Verlängerung (88:85) konnten sich die Andalusier durchsetzen und eine beeindruckende Erfolgsserie fortsetzen.

Ein holpriger start für die gäste

Das Spiel begann alles andere als vielversprechend für Unicaja. Die Anfangsphase war geprägt von Fehlwürfen und mangelnder Offensivkontrolle. Das ALBA Berlin nutzte diese Schwäche geschickt aus und übernahm früh die Initiative. Ein mageres 15:13 für die Gäste zum Ende des ersten Viertels zeigte, dass ein langer Abend bevorstand. Nihad Đedović hielt mit einigen wichtigen Aktionen die Hoffnung am Leben.

Sulejmanovic belebt das spiel

Sulejmanovic belebt das spiel

Im zweiten Viertel übernahm Emir Sulejmanovic die Verantwortung und sorgte mit einigen präzisen Würfen für neue Hoffnung im Unicaja-Lager. Alberto Díaz unterstützte ihn von der Dreierlinie, doch das ALBA Berlin konnte dank seiner Treffsicherheit von außen eine knappe Führung (36:34) mit in die Halbzeitpause nehmen.

Dominanz und dann der einbruch

Dominanz und dann der einbruch

Die zweite Hälfte gehörte dann klar dem Unicaja. Chris Duarte steigerte sein Offensivspiel deutlich, und Kendrick Perry zeigte eine beeindruckende Leistung von der Dreierlinie. Durch eine deutliche Verbesserung der Defensive und einen nun flüssigeren Angriff gelang es den Gästen, eine komfortable Führung herauszuarbeiten (60:49). Es sah nach einer klaren Angelegenheit aus, doch das ALBA Berlin hatte noch andere Pläne.

Thriller-finale und verlängerung

Was folgte, war ein regelrechtes Chaos. Das Unicaja schien die Partie bereits im Sack zu haben, doch dann schaltete das Team ab, begann, wertvolle Ballbesitze zu verstreichen und erlaubte dem ALBA Berlin, durch die Energie und den präzisen Wurf von Yago Kayil, zurückzukommen. Ein Last-Minute-Korb von Kayil (und ein vergebener Versuch von Tyler Kalinoski) führte die Partie in die Verlängerung.

Charakterstärke entscheidet die partie

In der Verlängerung zeigte Unicaja jedoch den unbändigen Willen, der das Team in Europa auszeichnet. Mit einer ruhigen und abgeklärten Leistung, getragen von einer herausragenden Teamleistung – Djedović, Sulejmanovic, Duarte und Perry brillierten mit über zehn Punkten – konnten die Andalusier die entscheidenden Momente für sich entscheiden und den Sieg nach Hause bringen. Der Einzug in die Final Four ist ein Beweis für die außergewöhnliche Charakterstärke und den unbändigen Kampfgeist dieses Teams.